Corona-Pandemie
Wirtschaft und Sport fordern baldige Öffnungen

Der Fußball-Nachwuchs der SpG Geschriebenstein will wieder trainieren.
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  • Der Fußball-Nachwuchs der SpG Geschriebenstein will wieder trainieren.
  • Foto: SV Rechnitz
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Mit entsprechenden Präventions- und Sicherheitskonzepten wollen weite Teile der Wirtschaft und des Sports öffnen. Bislang blieben diese Forderungen allerdings ungehört.

BEZIRK OBERWART. Am Montag, 1. März, soll es weitere Informationen zu möglichen Öffnungsschritten im März bei Gastronomie, im Tourismus, Sport oder der Kultur geben. Mittlerweile sprechen sich fast alle Bereiche für Eintrittstestungen aus.
Auch die Sport- und Freizeitwirtschaft hofft auf einen baldigen Start. Seit vier Monaten müssen die rund 650 burgenländischen Freizeit und Sportbetriebe geschlossen halten. Diese wollen nun endlich sicher öffnen können – der Fokus liegt dabei auf Präventions- und Sicherheitskonzepten.

Präventionsmaßnahmen

„Unsere Betriebe übernehmen Verantwortung und selbst Initiative. Für die Gesundheit der Burgenländer sowie für die wirtschaftliche Gesundheit unserer Unternehmen und ihrer Mitarbeiter“, betont KommR Michaela Heeger-Gmeiner, Obfrau der burgenländischen Freizeit- und Sportbetriebe.

Michaela Heeger-Gmeiner: "Die Erfolgsgeschichte des heimischen Tourismus muss nach Corona fortgesetzt werden, dafür benötigen die Betriebe jetzt eine klare Perspektive!"

„Die Experten, die sich mit den Betrieben beim Sicherheitsgipfel beraten und über die vorliegenden Präventions- und Sicherheitskonzepte diskutierten, bestätigen uns: Sicheres Öffnen ist möglich und mit Zutrittstestungen haben wir gemeinsam mit FFP2-Masken, Sicherheitskonzepten und der steigenden Anzahl der Impfungen den Schlüssel in der Hand“, betont Heeger-Gmeiner.

KommR Michaela Heeger-Gmeiner fordert den Start für Sport- und Freizeitbetriebe.
  • KommR Michaela Heeger-Gmeiner fordert den Start für Sport- und Freizeitbetriebe.
  • Foto: WKB
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Online-Registrierung für Speedarena

Diethard Gabriel, Speedarena Kartbahn und Paintball, Rechnitz ergänzt: „Ich denke, dass man unseren Betrieb mit Tests für Kunden und Mitarbeiter öffnen könnte, ähnlich wie den Skibetrieb. Mit Online-Registrierungen, zusätzlicher Desinfektion der Karts nach jedem Fahrer, Maskenpflicht und weiteren Maßnahmen kann eine Wiedereröffnung wie bei Skiliften und Eislaufplätzen auf unserem 70.000 Quadratmeter großen Gelände kein Problem sein.“

WK-Präs. Peter Nemeth betont, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen bei Dienstleistern und Handel funktionieren.
  • WK-Präs. Peter Nemeth betont, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen bei Dienstleistern und Handel funktionieren.
  • Foto: WKB/Mädl
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Dienstleister und Handel sicher

Eine positive Bilanz nach rund zwei Wochen Öffnung im Handel und bei körpernahen Dienstleistern zieht WK-Präs. Peter Nemeth: "Die Umstände sind nach wie vor außergewöhnlich und herausfordernd, aber die Wiedereröffnung war ein erster, unbedingt notwendiger Schritt in Richtung Normalität. Obwohl jetzt viel mehr getestet wird, ist ein großer Anstieg der Fallzahlen durch die Öffnung des Handels nicht eingetreten. Das bestätigt uns: Der Handel war und ist in keiner Weise ein Infektionsherd!“
Als Gründe nennt er die strengen Sicherheitsauflagen: "Umfassende Sicherheitskonzepte in den Betrieben, regelmäßige Testungen und die Disziplin der Kunden gewährleisten, dass die strengen Auflagen eingehalten werden! Weitere Zwangsschließungen dürfen in künftigen politischen Überlegungen keine Rolle mehr spielen, weil sie jeder Grundlage entbehren.“

Sport als Teil der Lösung

Beim Sport-Gipfel am Freitag sprachen sich Sport Austria-Präs. Hans Niessl sowie die Vertreter der Sport-Dach- und Fachverbände für eine rasche Öffnung aus, da sie den breiten Sport als Teil der Lösung sehen. Am Montag soll nun - in Einbeziehung eines Stufenplanes - entschieden werden, welche Schritte zur Wiedereröffnung des Sports gesetzt werden. Der Sport soll, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober, dabei "prioritär behandelt werden". Für Sport Austria-Präsident Hans Niessl steht jedenfalls fest, dass der Sport rasch hochgefahren werden muss: „Nach dem heutigen Sportgipfel erwarte ich mir, dass die Regierung am Montag das schrittweise Ende des Sport-Lockdowns verkündet!“
„Es war eine ausführliche Diskussion, in die sich die Vertreter der Dach- und Fachverbände auch sehr gut eingebracht haben. Es kommt bei Kindern und Jugendlichen verstärkt zu Problemen im psychischen wie physischen Bereich. Genau da hakt Sport Austria ein. Wir brauchen ein Ende des Lockdowns, wir wollen den Sport wieder hochfahren und unseren Beitrag leisten, dass sich die Kollateralschäden in Grenzen halten oder möglichst rasch wieder repariert werden. Insbesondere bei Freiluft-Sport muss sich jetzt in einem ersten Schritt rasch etwas tun: Gruppentrainings in Vereinen müssen jetzt wieder erlaubt werden!"

Sport Austria-Präs. Hans Niessl fordert die Öffnung des Nachwuchs- und Breitensports. Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bremsen noch.
  • Sport Austria-Präs. Hans Niessl fordert die Öffnung des Nachwuchs- und Breitensports. Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bremsen noch.
  • Foto: Sport Austria/Leo Hagen
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Tests als Voraussetzung

Der Sport ist Partner des Gesundheitssystems und leistet viel für die Gesundheit der Menschen in Österreich. Er kann aber noch mehr tun. Das gelingt jedoch nur durch entsprechende Zusammenarbeit. "Wir haben ein Konzept zur Öffnung des Sports vorgelegt. Es sieht im Wesentlichen vor, dass im Laufe eines Monats alle sportlichen Aktivitäten wieder aufgenommen werden können. Ab Anfang März soll Outdoor-Sport auch in Gruppentrainings möglich sein – vor allem für Kinder und Jugendliche, ab Mitte März mit entsprechenden Testungen auch wieder indoor Sport ausgeübt werden können. Ende des kommenden Monats soll der gesamte Sportbetrieb wieder laufen", fasst Niessl zusammen.
Voraussetzung dafür sollen Testungen sein. Je mehr getestet wird, desto mehr sollte auch ermöglicht werden. Wenn beispielsweise in der Schule getestet wird, so soll der negative Test auch Sport im Verein am Nachmittag ermöglichen. "Wir haben 571.000 Kinder und Jugendliche in 15.000 Sportvereinen, da kann man sich vorstellen, welches Potenzial hier für die Gesundheit besteht. Ich bin nicht dafür, dass man sagt ‚alles aufmachen, das wird schon kein Problem werden', dies wäre Schönfärberei. Aber es gibt Konzepte zur Öffnung des Sports und Handlungsempfehlungen für sicheren Vereinssport, die gemeinsam mit der MedUni Wien erarbeitet wurden. Der Sport ist nicht das Problem, sondern er kann ein Teil der Lösung sein", betont der Sport Austria-Präsident.

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