Sanierungskonzept für Laufbahn in Pinkafeld

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PINKAFELD (ms). Die Laufbahn in Pinkafeld ist in die Jahre gekommen und weist somit auch einige Alterserscheinungen auf.
Nun sorgt sie nach einem Medienbericht für Aufregung. „Ich war schon sehr überrascht und frage mich, wer das Thema aufgebracht hat“, meint Dir. Ilse Fiala-Thier von der HTL Pinkafeld.
Ähnlich verwundert zeigten sich auch Werner Ulreich (ATS Pinkafeld) und Andrea Liebmann, Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung der HTBLA Pinkafeld. "In diesem Bericht hat es den Anschein, als hätten wir das thematisiert. Das ist aber absolut nicht der Fall", betont Ulreich. "Mir ist es ein Rätsel, wer die Geschichte versucht so hochzuspielen", fragt sich auch Liebmann.

Kein Budget für Sanierung
Errichtet wurde sie von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Betreiber sind HTL und der Verein zur Förderung der HTBLA Pinkafeld. Genutzt wird sie einerseits von der HTL, dem Internat und zahlreichen Vereinen aus der Umgebung.
„Aufrgund einer vertraglichen Vereinbarung verpflichtet sich der Verein zur Förderung der HTBLA Pinkafeld zur Erhaltung der Anlagen. Wir sind für die Erhaltung nicht zuständig“, erklärt BIG-Pressesprecher Ernst Eichinger in einer kurzen Stellungnahme.
„Es gibt zwei Posten. Für die laufende Pflege der Anlage ist die Schule, für die Erhaltung der Laufbahn der Förderverein und das Land zuständig. Die Anlage wurde für 15 Jahre konzipiert und sollte bis 2015 halten. Der Unterbau ist aber schon 40 Jahre, die Laufbahn besteht seit 30 Jahren. “, erklärt Adolf Judt, ehemaligen BLV-Präs. und Mitbegründer der Leichtathletik Pinkafeld.
„In unserem Budget ist lediglich die Pflege der Anlage inkludiert. Reinigen der Bahnen und Rasen mähen werden von den Schulwarten erledigt. Für mehr ist kein Geld da. Wir haben etwa 100 Meter so hergerichtet, dass wir sie für den Schulbedarf verwenden können“, so Fiala-Thier.
„Der Verein hat zwar den Bau abgewickelt, ist aber für die Instandhaltung nicht zuständig. Wir hätten nicht die notwendigen Mitteln, um in eine Sanierung zu investieren“, so Liebmann.

Derzeit keine Meisterschaften möglich
„Wir dürfen die Bahn mitbenutzen, wie andere Vereine auch. Dass die Laufbahn nicht im besten Zustand ist, ist seit einiger Zeit bekannt. Dass eine Schließung drohe, habe ich selbst erst von einem Medienvertreter erfahren. Für den Verein wäre es natürlich eine Katastrophe. Ohne Bahn könnten wir zusperren, aber es wären auch andere Vereine davon betroffen. Ich habe auch erst im Vorjahr wieder mit einer neuen Kindergruppe begonnen. Ein Aus wäre auch für die gesamte Nachwuchsarbeit sehr schlimm. Derzeit trainieren wir noch in der Halle, ob wir dann wieder auf Bahn dürfen und können, kann ich nicht sagen. Wir sind bei dem ganzen Thema auch nicht wirklich eingebunden, darum kann ich wenig dazu sagen“, sagt Ulreich.
Im Vorjahr gab es eine Begehung der Bahn, bei der Adolf Judt, Rolf Meixner und Achim Jäger dabei waren. „Wir haben festgestellt, dass im jetzigen Zustand keine Österreichischen Meisterschaften hier möglich sind, weil nach wie vor Risse eine enorme Gefahr für die Athleten darstellen“, so Meixner.
„Wir trainieren aber nach wie vor drauf, was sollen wir auch sonst tun, damit wir die sportlichen Leistungen erreichen können. Derzeit sind wir noch in der Halle, aber ob wir dann wieder auf die Laufbahn dürfen und können, ist für mich heute schwer zu sagen, denn wir sind in die gesamte Abwicklung nicht wirklich eingebunden“, meint Ulreich.

Sanierungskonzept gefragt
„Ich habe mich mittlerweile mit dem Landesschulrat in Verbindung gesetzt und es wird eine Expertise über den Zustand, Sicherheit und Möglichkeiten der Sanierung geben. Mir ist wichtig, dass endlich Klarheit besteht und etwas getan wird“, betont Fiala-Thier.
Auch Judt hat bereits Gespräche begonnen: „Der Verein verfügt nicht über die finanziellen Mitteln, um die hohen Kosten einer Sanierung zu tragen. Da sind auch das Land und der Bund gefragt. Es ist notwendig, die Risse kurzfristig bis 2015 auszubessern, um die Anlage zu erhalten und dann gemeinsam ein Generalsanierungskonzept, das mittel- und langfristige Lösungen bietet, zu erarbeiten. Ich habe diesbezüglich auch schon Gespräche mit Bürgermeister und Landeshauptmann geführt! Die Verantwortlichen 2000 eben darauf gehofft, dass die Anlage bis 2015 hält, ich habe aber schon damals vermutet, dass die Bahn früher sanierungsbedürftig sein wird.“
"Es wäre wichtig, dass sich alle Betroffenen und Verantwortlichen an einen Tisch setzen, um eine Lösung zu finden. Es geht immerhin um den Leichtathletiksport, der in Pinkafeld sehr erfolgreich ist und für die Zukunft noch viel erwarten lässt", sagt Gerhard Prenner vom ATS Pinkafeld.

Bgm. Kurt Maczek sagt seine Unterstützung zu: „Natürlich ist auch die Gemeinde bereit, ihren Teil beizutragen, damit die Laufbahn erhalten bleibt. Es sind aber auch der Bund als Errichter und das Land als Schulerhalter gefordert. Gespräche über ein Gesamtkonzept gibt es bereits länger!“
Eine Lösung fordert auch NR Norbert Hofer: „Es ist davon auszugehen, dass der Schulerhalter gefordert ist. Die Anlage hat über Jahre viele Erfolge ermöglicht und ist auch für die Nachwuchsarbeit enorm wichtig. Kommt es zu keiner Sanierung, wird es eine Unterschriftenaktion geben!“
„Die Verantwortlichen haben damals gehofft, dass die Bahn bis 2015 hält, ich habe aber schon damit gerechnet, dass sie früher sanierungsbedürftig sein wird“, meint Judt, der auf das überregionale Interesse setzt, dass in Pinkafeld der Leichtathletik-Sport weiterhin erfolgreiche Bahnen ziehen kann.
„Das liegt auch im Interesse der Stadt und darum werden wir eine Sanierungslösung finden“, ist Maczek überzeugt.

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