Wirtschaftskammer Oberwart
Bezirk Oberwart in vielen Bereichen Nummer 1

WK-Regionalstellenleiter Ronald Rasser und WK-Regionalstellenobm. Gerald Guttmann sehen den Wirtschaftsstandort im Bezirk positiv.
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Gerald Guttmann und Ronald Rasser zogen Bilanz über den Wirtschaftsstandort Bezirk Oberwart.

BEZIRK OBERWART. Ein internationaler Vergleich des renommierten Schweizer Instituts IMD weist Österreich auf Platz 19 im Standort-Ranking aus. "Aufgrund der guten Infrastruktur und gut ausgebildeten Bevölkerung wäre Österreich ein attraktiver Wirtschaftsstandort, aber die überbordende Bürokratie, eine komplexe Gesetzgebung und ein Rückstand bei der Digitalisierung brachten Punkteabzüge", schildert Wirtschaftskammer-Regionalstellenobmann Gerald Guttmann.
In Österreich kostet im Schnitt eine Stunde Arbeit 34,10 Euro, der Durchschnitt in der Euro-Zone liegt bei 30,3 Euro, in Ungarn sind es 9,1 Euro, in Rumänien nur 6,3 Euro. "Österreich weltweit eine der höchsten Steuer- und Abgabenquote. 42,4 Prozent der Wirtschaftsleistung machen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge aus", rechnet Guttmann vor.

"Wir Unternehmer brauchen schnell eine handlungsfähige und handlungswillige Bundesregierung, die den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzt und ÖSterreich zukunftsfit macht", betont Wirtschaftskammer-Regionalstellenobm. Gerald Guttmann.

Bezirk Top bei Lehrlingen

Der Bezirk Oberwart hat 54.156 Einwohner und ist zahlreichen Bereichen der Wirtschaft im Burgenland ganz vorne dabei, in einigen Nummer 1. "Wir liefern uns in vielen Kennzahlen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Neusiedl und Eisenstadt", so WK-Regionalstellenleiter Ronald Rasser.
Burgenlandweit liegt der Bezirk Oberwart mit 643 Lehrlingen (Stand 31.12.2018) und 185 Lehrbetrieben auf Rang 1 im Burgenland.
Im Jahr 2018 gab es 264 Neugründungen im Bezirk, insgesamt sind im Bezirk 3.709 Unternehmen gemeldet, davon 2.088 Ein-Personen-Unternehmen. 21.788 unselbstständig Beschäftigte gibt es im Bezirk, das Kaufkraftvolumen liegt bei 260 Mio. Euro.

Unterschiedliche Geschwindigkeiten

"Der Bezirk entwickelt sich aufgrund der Verkehrsinfrastruktur in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das zeigen u.a. Kommunalsteuer und Bevölkerungsentwicklung. Während Anrainergemeinden der A2 wie Pinkafeld, Grafenschachen, Loipersdorf-Kitzladen, Markt Allhau, Wolfau, Kemeten oder auch Litzelsdorf und Oberwart sich positiv entwickeln, haben vor allem kleinere Gemeinden im östlichen oder nördlichen Teil Probleme", fasst Rasser zusammen.
Speziell Oberwart hat sich durch viele neue Betriebsansiedlungen als Zentrum des Südburgenlandes profiliert. "Innovative Unternehmen und neue Projekte bzw. Neubauten geben starke Impulse. Die Innenstadt durchläuft stetige Veränderungen, u.a. auch Verlust an Handelsgeschäften. Da sind eine Neupositionierung und Gesamtstrategie notwendig", erklärt Rasser.

Starkes Zugpferd Tourismus

Mit 586.696 Nächtigungen 2018 zählt der Bezirk Oberwart zu den stärksten Tourismusregionen im Burgenland mit der größten Tourismusgemeinde Bad Tatzmannsdorf als starkes Zugpferd. "Bad Tatzmannsdorf modernisiert und erweitert das Kundenangebot ständig und setzt auf verschiedene Standbeine wie Kur, Wellness, Sport oder auch Kultur", so Rasser.
Positiv entwickelt sich das Projekt Kellerstöcklappartments und belebt so auch die Region rund um den Eisenberg, Csaterberg bis Rechnitz. Auch das Projekt "E-Bike-Südburgenland" trägt viel zur positiven Tourismusentwicklung bei. "Zudem hat sich der Bezirk als immer beliebtere Hochzeitsregion etabliert", so Guttmann. "Die Anzahl der Gastronomiebetriebe stagniert allerdings. Es gibt weniger Dorfwirtshäuser, dafür mehr Imbisse oder Tankstellen. Auch ein Zeichen für den Strukturwandel im ländlichen Raum", so Guttmann.

Branchen - Positives und Negatives

Gewerbe, Handwerk, Industrie: 
+ gute Auftragslage im Bau- und Baunebengewerbe, sowie Handwerk
+ Neue Unternehmen im Dienstleistungsbereich
+ Steigende Bedeutung des Pflegesektors (derzeit 900 Personenbetreuerinnen)
- Mangel an Lehrlingen, lange Anfahrtswege nach Wien

Handel:
+ Zahl der Handelsbetriebe steigt
+ Hohe Kaufkrafteigenbindung
- Handelsflächenkonzentration in der Peripherie und Handelsimpulse durch überregionale Ketten, Familienbetriebe oft nur noch in Nischen tätig

Banken:
+ Bankstellen in Kundennähe
+ Banken mit regionaler Entscheidungskompetenz
- Niedrigzinsspanne, hohe regulatorische Aufgaben

Verkehr:
+ Jugend- und Seniorentaxi fast flächendeckend in jeder Gemeinde
+ City-Bus in Bad Tatzmannsdorf, Oberwart plant ähnliches
- Unzufriedenstellende Anbindung kleinerer Gemeinden

Information und Consulting:
+ Viele Neugründungen (v.a. EPUs) und einige IT-Top-Betriebe
- Mangelnde Breitbandanbindung

Wirtschaftskammer Oberwart

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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