So bio ist das Burgenland
Biohof Schoditsch im Einklang mit Wissenschaft und Technik

Der Traktor wurde mit innovativer digitaler Technik nachgerüstet, um zeit- und energiesparend zu arbeiten.
5Bilder
  • Der Traktor wurde mit innovativer digitaler Technik nachgerüstet, um zeit- und energiesparend zu arbeiten.
  • hochgeladen von Eva Maria Kamper

GROSSPETERSDORF. Jungbauer Georg Schoditsch verbringt die letzten schönen Herbsttage damit, den Boden seines Bio-Ackers in Großpetersdorf zu grubbern. "Der Grubber sorgt mit Stielen in der Erde für eine brechende und lockernde Bearbeitung, die den Boden durchmischt und nicht einfach nur wendet wie ein Pflug", erklärt Georg. Danach soll dieser mit einer Wintersaat auf den nächsten Frühling vorbereitet werden. Der 30-jährige, technikaffine BOKU-Student kennt seinen Boden genau. „In einer Handvoll Erde leben mehr Mikroorganismen als Menschen auf der Erde“, schildert er seinen wissenschaftlichen Zugang.

Technische Effizienz 

Seinen Traktor hat er schon vor einiger Zeit hochtechnisiert aufrüsten lassen. Ein Bildschirm zeigt den automatisierten Arbeitsvorgang beim schnurgeraden Weg über das Feld, in dem der Grubber zentimetergenau ansetzt. „Man arbeitet so sehr effizient in Punkto Zeit und Treibstoff“, erklärt er diesen weiteren nachhaltigen Aspekt, während er sich die Arbeitszeit am Traktor mit Rockmusik verschönert. „In Gedanken ist man schon bei den nächsten Arbeitsschritten und Plänen.“ Ein strukturierter Ablauf sei das Um und Auf in einer funktionierenden Landwirtschaft, aber auch dass man bereit ist, aus Fehlern zu lernen und Neues zu versuchen.

Sozialer Austausch

Für neue Erkenntnisse nutze der 30jährige gerne das Internet und soziale Medien. „Durch die Internetplattformen gibt es ein breites zugängliches Wissensfeld, auf dem man sich mit gleichgesinnten Landwirten austauschen kann. Ich gebe auch gerne meine Ideen zu einem gesunden Boden auf meinem 'youtube'-Kanal weiter, um andere zu inspirieren“

Bio-Zertifizierung

Dem jungen Bio-Bauern wurde die Liebe zur Landwirtschaft bereits vom Großvater in die Wiege gelegt. Schon im Jahr 1994 überlegte man im Betrieb die ersten Schritte Richtung zertifizerten Bio-Anbau. „Mein Vater hat beobachtet, dass die Pflanzen die mit viel Spritzmittel behandelt wurden, einfach nicht so gut gewachsen sind wie die unbehandelten, also wollte er dauerhaft lieber darauf verzichten“, erzählt Georg über das Umdenken seines Vaters, das bis heute die Philosophie geblieben ist. Der Biohof Schoditsch bietet Speisekartoffeln im Direktvertrieb an und liefert Weizen, Dinkel, Mais und Soja an den Bio-Großhandel. Nächstes Jahr sollen erstmals Erdbeeren im Sortiment aufgenommen werden.

Autor:

Eva Maria Kamper aus Oberwart

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.