Frauen aus dem Bezirk Oberwart zeigen Mut zur Selbständigkeit

Konditorin Ingrid Arthofer kann mit dem Schritt in die Selbständigkeit Beruf und Familie besser vereinen.
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BEZIRK OBERWART. Die Motive dafür sind vielfältig – ob Kinderbetreuung, Krankheit oder berufliche Situation, es gibt viele Situationen, die einen Neuanfang erleichtern.

3-fach-Mutter geht neue Wege

Ingrid Arthofer, Konditorin aus Oberwart, musste ihr Leben nach der Karenz auf komplett neue Beine stellen. Zu Beginn ihres Berufslebens war sie im Verkauf tätig. Doch während ihrer Karenz bekam die nun 3-fache Mutter eine schockierende Nachricht – Konkurs ihres Arbeitgebers. Da sie auch auf keine unmittelbare Unterstützung ihrer Familie zurückgreifen konnte, traf sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie machte den Lehrabschluss im Konditorgewerbe nach und bestätigte ihr Können noch mit einer Meisterprüfung im WIFI. Den großen Meisterbrief vor Augen, tätigte die Konditorin auch noch den letzten fehlenden Schritt und absolvierte die Ausbilderprüfung im WIFI Eisenstadt. In ihrem Vorhaben wurde sie von ihrem Mann tatkräftig unterstützt. Das Wohnhaus in Oberwart wurde anschließend umfunktioniert und nun verköstigt die Unternehmerin ihre Kunden mit selbstgemachten Torten und Süßigkeiten. „Das Beste an meinem jetzigen Job ist, dass ich mir die Zeit perfekt einteilen kann. Ich arbeite dann, wenn es mir passt und die Kinder außer Haus oder beschäftigt sind. Mit einer Angestelltenposition im Verkauf wäre die Vereinbarkeit von Beruf und Familie niemals so gegeben“, so die 27-Jährige.

Neuorientierung nach Krankheit

Das gleiche Ziel, aber einen ganz anderen Hintergrund, gibt es bei der Friseurin Viktoria Tallian. Die 39-jährige hatte schon immer die Selbstständigkeit vor Augen, aber lange Zeit nicht den Mut dazu. Doch nach einer Krankheit entschied sich die Friseurin nach 21 Jahren im Angestelltendienstverhältnis für einen Neuanfang und absolvierte im WIFI Burgenland die Meister- und Unternehmerprüfung. „Es war absolut kein Fehler. Eine Veränderung musste her und ich wollte in kein anderes Geschäft gehen. Nun kann ich direkt bei den Kunden arbeiten, von Haus zu Haus fahren und täglich neue Kontakte knüpfen“, so die Unternehmerin.

Mehr als die Hälfte sind GründerINNEN

Fast zwei Drittel der Unternehmen im Burgenland wurden im Jahr 2017 von Frauen gegründet. Das Burgenland nimmt mit einem Frauenanteil von 69,5 Prozent somit einen Spitzenplatz im Bundesländer-Ranking ein, der Österreichwert liegt bei 59,9 Prozent. Der Frauenanteil ist in der Sparte Gewerbe und Handwerk (62,1 Prozent) am größten, gefolgt von der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (41,2 Prozent) und der Sparte Handel (36,4 Prozent).

Konditorin Ingrid Arthofer kann mit dem Schritt in die Selbständigkeit Beruf und Familie besser vereinen.
Friseurmeisterin Viktoria Tallian hat sich endlich getraut - jetzt ist sie ihr eigener Boss.

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