Starkes Signal in der Bio-Branche

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Der von Bioprodukte Pinczker erworbene Getreidespeicher mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen wurde innerhalb kürzester Zeit revitalisiert. Die Kapazitätserweiterung auf 13.000 Tonnen ist nun abgeschlossen und steht der österreichischen Biolandwirtschaft in vollem Ausmaß ab sofort zur Verfügung.

An den Feierlichkeiten zur offiziellen Inbetriebnahme nahmen zahlreiche Landwirte, nationale und internationale Kunden sowie Größen aus Politik und Wirtschaft teil. In entspannter Atmosphäre feierten
Franz Stefan Hautzinger, (Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer), Martina Hörmer (Geschäftsführerin Ja!Natürlich), Rudolf Mutz (Direktor Hafen Wien), Alois Grabner (Ministerialrat Lebensministerium), Josef Dietrich, (Präsident der Börse für landwirtschaftliche Produkte Wien), Antonio Costato (Präsident Grandi Molini Italien) und Walter Zwiletitsch & Otto Gasselich (Obmänner Bio Austria BGLD & Bio Austria NÖ)

„Wir sind unseren rund 1.000 Vertragslandwirten und 20 Partnerlager- u. Übernahmestellen in ganz Österreich verpflichtet, für eine kompetente, professionelle Abwicklung und Übernahme der jährlichen Getreideernte zu sorgen und in weiterer Folge auch die Vermarktung bestmöglich zu organisieren“, erläutert Johann Pinczker die Überlegungen hinter dem Projekt.
Beides soll mit dieser Investition bestmöglich gelingen. Eine Kapazität von 13.000 Tonnen zielt dabei auf ein gestiegenes Flächenwachstum ab. Die Struktur von rund 60 Silozellen dient einer bewusst differenzierten Trennung, Lagerung und Vermarktung nach Qualitäten, Sorten, spezifischen Eigenschaften und Regionen.
„Dadurch wird der erhöhten Nachfrage nach regionalen und gesicherten Lebensmitteln mit Herkunfts- u. Rückverfolgbarkeitsgarantie bestmöglich Rechnung getragen, mit positiven Auswirkungen auf die österreichische Landwirtschaft mit all ihren Beteiligten.“ so Ök.-Rat Franz Stefan Hautzinger, der sich anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme vor Ort davon überzeugte.

Handel zeigt sich ebenfalls erfreut
Einer der größten Abnehmer und bedeutendster Verarbeiter von österreichischem Biogetreide ist Rewe mit seiner Bio Marke Ja!Natürlich. „Der hier angewandte Weitblick hinsichtlich Qualitätsanspruch und -bewusstsein im Bereich der Rohstofflagerung ist beispielgebend und zeigt uns, mit Bioprodukte Pinczker auf den richtigen Partner gesetzt zu haben,“ so Ja!Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten.

Silo-Zubau ermöglicht saisonübergreifende Lagerung
Die Zahl der Biobetriebe in Österreich stieg in den letzten Jahren auf fast 22.000. Allein die Anbaufläche von Getreide wuchs dabei auf über 100.000 Hektar und drängt Jahr für Jahr auf den Markt.
Investitionen in Kapazitäten, Infrastruktur und Vermarktung drängten zur Umsetzung, um diese Mengen bewältigen zu können, keinerlei Abstriche im Qualitätsbewusstsein machen zu müssen und sich somit auch weiterhin erfolgreich gegen Mitbewerber, speziell aus den neuen EU Mitglieds- und großen Agrarländern, abzuheben.
Die Siloanlage dient hierbei auch als Steuerungselement, um ertragsstarke und somit meist qualitätsschwache Saisonen abzufedern. Gleichbleibende Qualitäten für die Abnehmer können über einen langen Zeitraum hinweg garantiert und ertragsstarke Ernten auch kapazitätsmäßig abgewickelt werden. Die Vermarktung zum bestmöglichen Zeitpunkt ist folglich gegeben - ganz ohne Lagerkapazitätsdruck.
„Durch eine gezielte und strategische „Überlagerung“ der Hauptprodukte Weizen, Roggen und Dinkel können wir zukünftig die stark schwankenden Mengen und Qualitäten zwischen den Erntesaisonen ausgleichen. Das ermöglicht uns eine kontinuierliche Belieferung über das gesamte Jahr hinweg“, erklärt Pinczker.

Exportchancen durch optimale Lage
Da sich der österreichische Bio Getreidemarkt zu einem Gutteil als Überschuss- und Exportmarkt zeigt, kommt dem Standort ebenfalls eine erhöhte Bedeutung zu. Dem Hafen Albern bietet sich eine äußerst günstige Verkehrslage. Die Umschlagsmöglichkeit auf Schiff und Bahn sowie der direkte Zugang über die Autobahn sorgen für einen optimalen und raschen Übergang von einem Transportsystem zum anderen.
„Die Umsetzung dieses Projekts eröffnet uns durch direkte Anbindung an Bahn und Schiff die Chance, strategisch wichtige Märkte transporttechnisch effizient und auch umweltfreundlich zu bedienen. Der hochsensible Bio Getreidemarkt kann bereits durch einzelne Exporterfolge eine Entlastung am heimischen Markt erfahren und einem Einknicken der Preise entgegenwirken“, so Pinczker.

Beste Qualität, Beste Vermarktung
„Durch den Eigenbetrieb des Silos können wir zukünftig auf geänderte Qualitätsanforderungen und Rahmenbedingungen wie internationale Zertifizierungen, Marken- u. Gütezeichenprogramme schnellstmöglich reagieren und diese effizient umsetzen. Wir erachten dieses Projekt als Teil unseres Beitrages die Erfolgsgeschichte Bio auch für die Zukunft abzusichern“, erklärt Johann Pinczker die Motivation und Möglichkeiten hinter der Umsetzung dieses Projekts.

Biprodukte Pinczker GmbH
Entstanden und gewachsen aus einem Biobauernhof im mittleren Burgenland zeigt sich der Unternehmer Johann Pinczker in den letzten Jahren als starker Partner der österreichischen und speziell der burgenländischen Biolandwirtschaft. Als junger Landwirt nahm Johann Pinczker die Umstellung des elterlichen Betriebs auf eine ökologische Bewirtschaftung in Angriff. Die Vermarktung auf eigene Faust legte den Grundstein des heute so erfolgreichen Bio Getreidevermarkters mit Lager- und Verarbeitungsbetrieben in ganz Österreich und Kunden weit über den Grenzen hinaus.

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