Bezirk Oberwart
Überschaubarer bis guter Start in der Gastronomie

Im Kontakt mit den Gästen herrscht Schutzmaskenpflicht: Christina Poller serviert Hauswürstel
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  • Im Kontakt mit den Gästen herrscht Schutzmaskenpflicht: Christina Poller serviert Hauswürstel
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Erste Bilanz von Betrieben im Bezirk Oberwart fällt nach Öffnung der Gastronomie unterschiedlich aus.

BEZIRK OBERWART. Seit 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe - von Gasthäusern über Buschenschenken bis zu Pubs - unter strengen Auflagen von 6 bis 23 Uhr geöffnet haben. Eine erste Bilanz im Bezirk Oberwart ist "überschaubar", die Unsicherheit weiterhin spürbar.
Die Bezirksblätter Oberwart sprachen mit einigen Betrieben, die am 15. Mai aufsperrten bzw. aussteckten.

Wenig los in Bernstein

"Die ersten Tage waren müde, am Wochenende praktisch gar nichts los. Wir hatten am Freitag und Samstag jeweils zwei Essen, am Sonntag gar keines. Stammgäste sind schon gekommen, aber auch nur kurz geblieben. Unsere Stammtischrunde hat schon sehnsüchtig gewartet, wieder gemeinsam am Stammtisch zu sitzen. Sie blieben aber auch nur kurz, durchs Abstandhalten kommt keine Gesellschaft zusammen. Das Abstandhalten hat aber gut funktioniert", meint Ilse Frühwirth vom "Heanznhof" in Bernstein.
"Auch beim Lieferservice haben wir gemerkt, dass dieses nach dem Aufsperren in den letzten Tagen zurückging. Das war vorher um einiges besser. Die Leute müssen sich erst wieder daran gewöhnen, dass die Gasthäuser offen haben. Der Beginn hat zwar nichts gebracht, aber irgendwann muss man aufsperren. Ich habe auch mit anderen Betrieben in Bernstein gesprochen. Bei ihnen war es ähnlich, nämlich nichts los", so Frühwirth.

Zufriedenheit im Kleeblatt

Positiver verlief die erste Bilanz beim Erlebnisgasthaus "Zum Kleeblatt" in Wolfau. "Am Freitag war es trotz des Schlechtwetters ganz gut, am Samstag schwächer. Am Sonntag hatten wir viele Gäste, auch aufgrund der Kinder, die wegen einem Eis kamen. Die Tische haben wir im Innenraum weiter von einander weggestellt, im Außenbereich haben wir ebenfalls einigen Platz", berichtet Alexandra Janisch.
"Die Bevölkerung hat uns in der schwierigen Phase gut unterstützt. Auch unser Liefer- und Abhollservice sowie Essen auf Rädern wurde gut angenommen. Wir hatten Kunden auch aus anderen Gemeinden", so Janisch.

Alexandra Janisch vom Erlebnisgasthaus "Zum Kleeblatt".
  • Alexandra Janisch vom Erlebnisgasthaus "Zum Kleeblatt".
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Erste Tage überschaubar

Ausg'steckt hatte ab 15. Mai das Heurigenrestaurant Poller in Höll. "Die ersten Tage waren überschaubar, aber der zumindest Samstag okay, wenn auch bei weitem natürlich nicht das los war wie an normalen Samstagen. Es wird noch dauern, bis wir wieder voll besetzt sind. Das Wichtigste aber ist, dass wir öffnen durften und es wieder los ging, denn sonst wäre es wirklicht kritisch geworden", sagt Helmut Poller.
"Ich bin zuversichtlich, dass es wieder einspielt, aber die fehlenden Umsätze der letzten zwei Monate tun schon weh, da wir doch jedes Monat im Normalfall etwa eine Woche offen haben. Andererseits gab es wiederum mehr Zeit für den Weingarten", so Poller.

Neubauer positiv

Zufrieden zeigte sich auch Wilfried Neubauer aus Bad Tatzmannsdorf: "Es ist gut angelaufen, auch wenn etwa 80 Prozent der Leute ihre Speisen mitnahmen. Ich bin mit dem Umsatz insgesamt zufrieden, auch wenn er 20 bis 30 Prozent unter einem Normalschnitt lag. Man merkte aber, dass von Tag zu Tag mehr Gäste kamen, auch wenn die Unsicherheit deutlich spürbar ist. Natürlich sind manche froh, dass sie wieder ins Gasthaus dürfen, aber bei älteren Leuten spürt man noch eine gewisse Zurückhaltung."
Positiv sieht er auch den Trend zu mehr Regionalität: "Die Leute legen immer Wert darauf, zu wissen, woher ihre Speisen kommen. Das merkt man auch im Bauernladen, der gut besucht ist. Unser Vorteil ist, dass praktisch alle Zutaten für die Speisen im Buschenschank aus eigener Erzeugung stammen. Das schätzen die Gäste. Zudem sind Speisen im Buschenschank günstiger als in einem Gasthaus, das kommt uns ebenso zugute."

Anita und Wilfried Neubauer vom Buschenschank Neubauer
  • Anita und Wilfried Neubauer vom Buschenschank Neubauer
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Sensationeller Start in der Discostraße

Sehr positiv sieht Daniel Gollnhuber den Neustart im "Club Diamond": "Es ist sensationell angelaufen, alle Tische waren vorreserviert und bis 23 Uhr voll belegt. Die Maskenpflicht hat gut funktioniert, lediglich in der Tischaufteilung gab es zwischendurch Erklärungsbedarf, dass pro Tisch nur vier Leute sitzen dürfen. Aber auch das hat sich rasch eingependelt. Schade war, dass wir um 23 Uhr schon schließen mussten, weil zahlreiche Gäste erst um 21 bzw. 22 Uhr kamen, um Party zu machen. Die waren dann natürlich enttäuscht, dass wir die Musik schon um 22.45 Uhr abdrehten, um um 23 Uhr schließen zu können."
"Auch unter der Woche war der Gästebesuch schon gut. Wir haben die Terrasse vergrößert und so 40 weitere Sitzplätze geschaffen. Eine Überdachung und Sonnensegel kommen noch. Der Start ist somit geglückt, ich würde mir aber wünschen, dass die Sperrstunde bald auch ein oder zwei Uhr ausgeweitet wird, da doch viele Leute später fort gehen."

Auch in der Discostraße wurde am 15. Mai wieder eröffnet. Viele Gäste nutzten trotz der Einschränkungen die Partylocations.
  • Auch in der Discostraße wurde am 15. Mai wieder eröffnet. Viele Gäste nutzten trotz der Einschränkungen die Partylocations.
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Auch Georg Halper ("Touch" und "Almrausch") zeigte sich vom ersten Wochenende angetan: "Es ist alles solide und gut verlaufen. Wir hatten von 17 bis 23 Uhr geöffnet, wobei die meisten Leute erst so um 20 Uhr gekommen sind. Es hat alles gut funktioniert. Wir hatten das Touch und den gesamten Freiraum zwischen Touch und Almrausch geöffnet und damit wohl den größten Platz in Oberwart zum Feiern. Ich bin zufrieden und es stimmt mich positiv für die kommenden Wochen."

Unverständliche Regelung

Unverständnis herrscht bei Neubauer allerdings über gewisse Regelungen: "Die Abstandsregelung ist okay und funktioniert bei den Gästen auch gut. Was ich nicht verstehe ist, dass in unserem großen Garten an einem Tisch nicht zehn Leute sitzen dürfen, aber in einem privaten Garten mehr als zehn Leute feiern dürfen. Im Innenbereich ist die Limitierung durch beengten Raum durchaus sinnvoll, aber im Gastgarten sehe ich wenig Sinn dahinter. Da gehört rasch eine Änderung her. Es gibt zuviele Vorschriften, die oft nicht praktikabel sind."

Bedienung in der Gastronomie an Theke doch erlaubt
Gastronomiebetriebe im Bezirk Oberwart warten teilweise noch ab

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