Vierter "BautechPreis" für die Unger Steel Group aus Oberwart

Die neue ÖAMTC-Zentrale beeindruckte die SOLID-Jury und brachte der Unger Steel Group den bereits 4. "BautechPreis".
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  • Die neue ÖAMTC-Zentrale beeindruckte die SOLID-Jury und brachte der Unger Steel Group den bereits 4. "BautechPreis".
  • Foto: Unger Steel Group/Toni Rappersberger
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OBERWART. Das international tätige Oberwarter Unternehmen Unger Steel Group wurde mit dem „BautechPreis“ für Ringfassade der neuen ÖAMTC-Zentrale in Wien ausgezeichnet.
Das Gebäude ist in Form einer Felge mit fünf „Speichen“ angelegt. Die 230 m lange und beinahe 17 m hohe Ringfassade ist das architektonische Highlight der neuen ÖAMTC-Zentrale und bildet gleichzeitig das verbindende Element, das sich von Speiche zu Speiche erstreckt und somit einerseits als Schutzwand zur Wiener Südosttangente dient, andererseits konnten so die Fluchtwege aus den Büroräumlichkeiten konstruktiv in die Stahlkonstruktion integriert werden.
Somit konnten die Tiefen des Bürogebäudes ausgenutzt und die Massivtreppenhäuser kleiner gehalten werden. Die prominent positionierte Stahl-Glaskonstruktion der Ringfassade konnte durch den konsequenten Einsatz von BIM- (Building Information Modeling) Technologien im Zuge der Ausführungsplanung durch das Zusammenspiel der planenden Architekten, des Tragwerksplaners und der ausführenden Unternehmen umgesetzt werden. Für die Ringfassade, die Hochgarage, den Hangar, sowie den Heliport zeichnet die international tätige Unger Steel Group aus Oberwart/Österreich verantwortlich.

Stolz auf Auszeichnung

„Wir sind stolz auf diese Auszeichnung – sie beweist einmal mehr, dass wir für höchste technische Lösungsorientiertheit, Präzision und absolute Termintreue stehen. Eine Konstruktion wie die der Ringfassade der neuen ÖAMTC-Zentrale erfordert höchstes technisches Know-how und die Expertise der Unger Spezialisten, um dies termingerecht und planmäßig realisieren zu können.“, so Josef und Matthias Unger, Geschäftsführer der Unger Steel Group.
Die Ringfassade ist das architektonische Highlight der neuen ÖAMTC-Zentrale. Die Entfluchtung aus dem Gebäude erfolgt über Rampen, die in drei Rampenebenen konstruktiv in die Ringfassade eingegliedert und für 800 Personen ausgelegt sind sowie eine Gesamtlänge von mehr als 800 lfm aufweisen. Im Wesentlichen gliedert sich die 230 m lange, bis zu 35 m auskragende und bis zu 17 m hohe Ringfassade von außen nach innen in fünf Schichten.

Über den SOLID BautechPreis

Der SOLID BautechPreis prämiert heuer zum insgesamt 8. Mal herausragende bautechnische Meisterleistungen österreichischer Unternehmen. Als einziger unabhängiger Preis der Bauindustrie Österreichs wird dieser jährlich von einer renommierten Expertenjury an bauausführende Unternehmen für besonders spektakuläre wie zukunftsweisende Projekte vergeben.
Die Unger Gruppe erhält diesen renommierten Preis bereits zum vierten Mal: So wurde das Unternehmen mit dem Projekt ‚Schiffstation Wien – Die neue Anlegestelle für die Twin City Liner’ im Jahre 2010 mit dem 1. Platz in nationaler Kategorie ausgezeichnet, 2012 mit dem Rautendach des neuen ÖBB Hauptbahnhofes in Wien in derselben Kategorie. Weiters wurde die Unger Steel Group 2015 ebenfalls in der Kategorie nationale Projekte mit dem LLC – Library- and Learningcenter der neuen Wirtschaftsuniversität Wien prämiert.

Mehr zum Projekt

Die erste und die letzte Speiche weisen aufgrund einer zusätzlichen Bürogeschoßebene vier Podeste auf, wobei drei Podeste in den Geschoßzwischendecken der Bürospeichen verankert sind und das unterste Podest vom Kastenträger gebildet wird. Von diesen Podesten führen direkt anschließende Rampen in das jeweils darunterliegende Stockwerk und bilden somit die Fluchtwege des gesamten Gebäudes. Diese Rampen bestehen aus rechteckigen und quadratischen Formrohren.
Der auskragende Teil des Heliports umfasst hauptsächlich die Sicherheitszone und das Fangnetz. Im Bereich der runden und ebenfalls auskragenden Landeplattform wurden eine Betonplatte sowie Schwerlastgitterroste eingesetzt, von denen das Fangnetz nach außen gespannt wird. In unmittelbarer Nähe zum Heliport befinden sich der Hangar, der Crewbereich und die Lüftungszentrale. Die Haupttragkonstruktion dieser drei Bereiche wurde als Rahmenkonstruktion ausgeführt. Die Form gleicht sich zwei der fünf Speichen an und verläuft zum Atrium hin harmonisch aus.
Am Sockel des architektonisch ansprechenden Bürokomplexes ist die Hochgarage mit 265 Stellplätzen angelegt. Die Stahlkonstruktion ist mehrfach beschichtet und wurde im Bauzustand überhöht ausgeführt. Insgesamt stehen sechs Halbgeschosse mit Stellplatzbreiten von bis zu 2,60 m und einer lichte Höhe von 2,40 m zur Verfügung. Die Verbundträger spannen über eine Länge von 16 m und haben eine Einflussbreite von 2,60 m. Der Deckenaufbau setzt sich aus einer 60-mm-Stahlbetonelementdecke und einem 100 mm dicken Aufbeton sowie einer 5 mm dicken Versiegelung zusammen.

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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