25.10.2017, 08:00 Uhr

Herkunft der Martinigans ist entscheidend

Die Haltung von Weidegänsen unterliegt in Österreich strengen Regelungen. (Foto: Landwirtschaftskammer)

Es gibt große Qualitätsunterschiede zwischen einer Gans aus dem Ausland oder einer burgenländischen Gans.

Was wäre Martini ohne das obligatorische "Ganslessen"? Doch gute Qualität ist nicht immer ganz billig.

Gans nicht gleich Gans


Beim Kauf einer Martinsgans gibt es allerdings große Preisunterschiede, was auf eine unterschiedliche Qualität schließen lässt. Denn die Preise von Import-Tiefkühlgänsen und jene von biozertifizierten Betrieben gehen stark auseinander. Bei der teuren Gans hat man aber auch die Gewissheit, dass sie nicht mittels Stopfmethode zwangsernährt oder lebend gerupft wurde – eine Methode, die leider in vielen Mastbetrieben noch immer gängige Praxis ist.

Andere Gesetze

Während es in Österreich verboten ist, darf in Ländern wie Ungarn oder Polen fleißig gestopft und gerupft werden. Natürlich produziert nicht jeder ausländische Produzent nach nicht tiergerechten Methoden. Wem die heimische Weidegans zu teuer ist, aber trotzdem mit ruhigem Gewissen eine Martinigans verspeisen will, findet auf der Homepage von Vier Pfoten eine Liste von Betrieben, die auf Stopfmast und Lebendzupf verzichten (www.vier-pfoten.at/themen/nutztiere/gaense-and-enten/vier-pfoten-positivliste).

Unschlagbarer Geschmack

Wer allerdings jemals eine Gans aus artgerechter Haltung gegessen hat, der wird wohl nie wieder zu einer Tiefkühlgans greifen.
Die burgenländischen Weidegänse grasen von Frühling bis Herbst auf den heimischen Weiden, bis sie im Herbst geschlachtet werden. Jede Gans muss 100 Quadratmeter Grünfläche im Lauf ihres Lebens zur Verfügung haben. Damit haben die Tiere sehr viel Bewegungsfreiheit. Und genau das ist das Besondere an der Weidegans, denn dadurch sind die Weidegänse viel fettärmer als jene aus Mastbetrieben. Auch die Aufzuchtzeiten sind mit rund 26 Wochen statt zwölf Wochen deutlich länger.
Es ergibt sich aus der Natur der Sache, dass Weidegänse nur begrenzt verfügbar sind. Daher empfiehlt es sich, die Gans rechtzeitig beim Biolandwirt zu bestellen. Einmal im Jahr kann man sich das bestimmt gönnen.
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