08.11.2017, 08:00 Uhr

Burnout: Ursachen erkennen

Wenn einem alles zu viel wird und man sich zurückzieht, hilft oft nur die Aufmerksamkeit der Menschen um einen herum. (Foto: Pixabay)

Die Forschung nennt fünf Symptomebenen als wichtige Anzeichen von geistiger Erschöpfung.

Der Terminkalender und die To-do-Liste regieren das Leben. Vorher war es freiwillige Begeisterung, jetzt ist es ein "Muss" und "Geht nicht anders" geworden. Vor dem Burnout gibt es Warnzeichen, die es zu erkennen gilt.

Veränderte Befindlichkeit
Die psychische Befindlichkeit reicht von gereizt, dauermüde, depressiv, ängstlich, unter Druck, gehetzt, aggressiv, ratlos, kraftlos, angespannt bis sorgenvoll. Das Leben wird als ein fremdartiger Zustand empfunden. Libidoverlust ist ebenfalls ein häufiges Symptom.

Körper versagt
Auf körperlicher Ebene werden zunehmend mehr einschränkende Anzeichen spürbar. Von beginnender Unruhe und Schlafstörung bis zum völligen Zusammenbruch. Häufige Symptome sind Kopfschmerz, Schwindel, starke, unaufhörliche Müdigkeit oder Zittern. Können medizinische Ursachen ausgeschlossen werden, sind das untrügerische Anzeichen.

Verhaltensänderung
Kollegen fallen möglicherweise zunehmend zur Last, werden als lästig fordernd erlebt. Zynische Worte, Ironie schaffen wieder emotionale Distanz und sind gleichzeitig ein Ventil für ihr Gefühl des Belastetsein. Gleichzeitig wird der Kontakt dadurch geringer.

Sozialer Rückzug
Arbeitszeit "frisst" Privatzeit. Unmerklich geschieht sozialer Rückzug - der über die Rückmeldung von aufmerksamen Menschen bemerkt werden kann. Wer wenig Zeit für (neue) Begegnung aufbringt, verliert seine Kontakte rasch. Misstrauen, Angst vor dem Ertapptwerden, Sich-Verschließen und der Begegnung ausweichen. Zum sozialen Rückzug gehört im partnerschaftlichen auch der Lustverlust und der Rückgang der sexuellen Aktivität - was auf längere Sicht Folgeprobleme bringt.

Werteänderung
Was einem wichtig war oder ist, könnte sich verändert haben. Möglicherweise ist der Leistungsaspekt, ein "Mehr" und "Nie genug", ein "Sofort", ein "Unbedingt & Immer" in den Vordergrund gerückt. Diese Entwicklung ist zu Lasten von "Was ich brauche", "Was zu schaffen ist", so gekommen.
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