18.11.2016, 14:05 Uhr

Hebammentreffen an der Fachhochschule Pinkafeld

Beate Kayer (li.) und Elke Göllesz (re.) mit Univ.-Prof. Dr. Herbert Kiss.

Zum Zwecke des Austauschs, der Diskussion und zur Weiterbildung kamen die burgenländischen Hebammen am 17. November 2016 in Pinkafeld zusammen.

PINKAFELD. Univ-Prof. Dr. Herbert Kiss vom AKH Wien hielt einen Vortag. Themen waren an diesem Tag vor allem Neugeborene, Infektionen, das Neugeborenen-Screening und Profilaxe.

Immer weniger Hebammen

Lediglich 60 Hebammen gibt es im Burgenland, Tendenz sinkend. "Ihr Aufgabengebiet ist groß, der Bedarf enorm, doch es fehlt an den nötigen Geldern", sagt Landesgeschäftsstellenleiterin Beate Kayer. Es sind auch nur drei von fünf Kassenstellen besetzt. Im Bezirk Oberwart gibt es 9 Elternberatungsstellen, wo eine Hebamme vor Ort die Mütter bei allen Anliegen unterstützt.

Experten für Säuglinge

Eine Hebamme ist nicht nur bei der Geburts selbst unverzichtbar, sie unterstützt die Mütter sowohl vor als auch nach der Geburt. Zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche ist beispielsweise im Mutter-Kindpass ein Gespräch vorgesehen. Darin werden die Mütter auch über die richtige Ernährung während der Schwangerschaft aufgeklärt. Neben der Geburtshilfe ist die Hebamme Anlaufstelle für alles rund ums Neugeborene: Stillen, Rückbildung, Pflege des Babys, Ernährung von Mutter und Kind und vieles mehr.

Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung erfordert viele Praxisstunden und man muss eine gewisse Anzahl an Geburten vorweisen. "Jährlich gibt es allein an der FH Wien rund 500 Anmeldungen, aufgenommen werden können aber lediglich 30", sagt Kayer. Im Burgenland gibt es keine Ausbildungsstätte. "Es gibt lediglich leise Gerüchte, dass man über eine solche an der FH Pinkafeld nachdenkt", verrät Kayer.
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