17.01.2018, 14:07 Uhr

Bezirk Oberwart noch nicht vom Zivildienermangel betroffen

Zivildiener unterstützen den Rettungsdienst als Sanitäter. (Foto: Rotes Kreuz)

Der Bezirk Oberwart hat im Schnitt 20 Zivildiener beim Roten Kreuz. Für diese gibt es sechs Antrittstermine im Jahr.

OBERWART (kv). Rund die Hälfte der Zivildiener kommt in der Regel nach Schulabschluss, sprich nach Absolvierung der Matura. "Daher sind natürlich die Antrittstermine im Herbst und Winter stärker ausgelastet als Termine im März oder April", so Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Rudolf Luipersbeck.

Kritisch wird es bei geburtenschwächeren Jahrgängen

Schwieriger werden die Zeiten bei geburtenschwächeren Jahrgängen. Und auch das Bundesheer wirbt stark um den jungen Nachwuchs. "Oberwart ist ein großer Bezirk, weshalb wir uns natürlich leichter tun, auf die nötige Anzahl zu kommen", so Luipersbeck. Wenn die Zahlen zurückgehen, müsse man eben viel mehr Freiwillige rekrutieren oder hauptberufliche Rettungssanitäter einstellen.

Pilotprojekt "Schulkooperation" großes Potential

Mit der im Herbst gestarteten Kooperation mit der HTL Pinkafeld will man den Rückgang an Zivildienern kompensieren. "Wir bilden an der HTL Rettungssanitäter aus, die nach Abschluss potentielle Freiwillige sind", so der Bezirksstellenleiter. Inwieweit sich diese Schulkooperation am Ende positiv auf das Rote Kreuz auswirkt, kann erst nach Abschluss des ersten Jahrganges in etwa einem Jahr gesagt werden. 15 HTL-Schüler haben sich zu dieser Zusatzausbildung entschlossen.
"Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist sehr anspruchsvoll, sie bringt im späteren Leben aber auch viel", heißt es weiter.
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