29.09.2014, 07:53 Uhr

Burgenländische Kräfte bei steirischer KHD Übung im Wechselgebiet im Einsatz

Bgld./Stmk./Nö. - Im Rahmen der KHD-Übung 2014 des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg wurde ein umfassender Waldbrand im Wechselgebiet beübt. Über 800 Einsatzkräfte aus dem Bereich Hartberg und den angrenzenden Bundesländern stellten im Rahmen dieser großangelegten Übung am 27.09.2014 ihr Können unter Beweis. In den Nachtstunden auf den 27. September 2014 wurde die FF St. Lorenzen am Wechsel mit der Meldung „Feuerschein nördlich der Trahütten-Alm“ alarmiert. Auf der Anfahrt im Morgengrauen wird durch den örtlichen Einsatzleiter vorerst Abschnittsalarm ausgelöst. Nach dem Eintreffen werden die Feuerwehren des Abschnittes 5 zur Bekämpfung des Brandes am Westhang des „Irrbühel“ in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Einerseits wurde der Einsatzabschnitt „Almweg“, am Irrbühel gebildet um von der östlichen Flanke aus vorgehen zu können, andererseits wurde der Einsatzabschnitt „Dürnitzer Hütte“ gebildet um die westlichen Flanken zu beüben. Da weder von der „Trahütten-Alm“ noch von der „Dürnitzer Hütte“ das gesamte Gebiet eingesehen werden kann, wurde, zur Einsicht des gesamten Einsatzgebietes, die „Vorauer Schwaig“ bezogen. Nach der Erkennung der Lage durch ABI Markus Allmer (Einsatzleiter FF St. Lorenzen) wurde von Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Johann Hönigschnabl die KHD-Bereitschaft 47 sowie der Flugdienst des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg alarmiert. Weiters erfolgte die Verständigung der BH Hartberg-Fürstenfeld, des Landesfeuerwehrkommandos (LFK) Steiermark und der Landeswarnzentrale durch die Bereichsalarmzentrale „Florian Hartberg“. Aufgrund der Kenntnisse hinsichtlich der problematischen Löschwasserversorgung im Einsatzgebiet werden, durch OBR Johann Hönigschnabl, die angrenzenden Bezirke Neunkirchen, Oberwart und Weiz um Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte ersucht. Zusätzlich erfolgte die Alarmierung der Flugdiensteinheit des Landesfeuerwehrkommandos Steiermark ebenfalls durch die Landeswarnzentrale sowie die Anforderung von Fluggeräten des BM.I durch die Landeswarnzentrale. Unmittelbar nach der Alarmierung sämtlicher Einsatzorganisationen richtete der Führungsstab des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg (BFÜST) im Rüsthaus der FF St. Lorenzen die Stabstellen ein. In Vorbereitung auf die eintreffende Flugdiensteinheit des LFK Steiermark wurde der Sportplatz der Volksschule St. Lorenzen gesperrt. Die angeforderten Helikopter wurden im Rahmen der Übung als Instrumente für Erkundungsmaßnahmen für den BFÜST sowie zum Abwurf von Löschwasser im gesamten Einsatzgebiet herangezogen. Den Einsatzabschnitt „Dürnitzer Hütte“ wurde von einem Teil der Feuerwehren des Abschnittes 5 (Mönichwald und Waldbach) beübt. Unterstützt wurden die Feuerwehrmitglieder von der KHD-Bereitschaft 57 des Bereichsfeuerwehrverbandes Weiz. Eine weitere Übungsannahme war, dass sich bei den Arbeiten in der Schadenslage zwei Feuerwehrmänner verletzten. Hier war die Arbeit der Bergrettung, der Flughelfer, Rotes Kreuz sowie der Seilgruppe der FF Pinkafeld gefordert. Mittels Taurettung wurden die verletzten Einsatzkräfte gerettet und dem Roten Kreuz übergeben. Den Einsatzabschnitt „Almweg“ wurde von einem Teil der Feuerwehren des Abschnittes 5 (St. Lorenzen, Vorau, Eichberg und Rohrbach/L.) beübt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde seitens der KHD-Bereitschaft Oberwart eine Zubringleitung mit einem Wasserdurchfluss von 600 Liter pro Minute hergestellt. Den Einsatzabschnitt „Vorauer Schwaig“ dient als Flugdienst-Stützpunkt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Helikopter wurde seitens der KHD-Bereitschaft 15 (Neunkirchen) eine Zubringleitung mit einem Wasserdurchfluss von 1200 Liter pro Minuten hergestellt. Diese Leitungen waren mehrere Kilometer lang und mussten schwer zu befahrendes Gelände überbrücken. Der Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes stellte auf der Vorauer Schwaig einen Löschwasserbehälter mit 10.000 Liter auf, womit im ersten Schritt die Feuerbekämpfung aus der Luft aufgenommen wurde. Beeindruckende Zahlen bilden das Fazit, der Mannschaftsstand der KHD-Bereitschaft 47 bei der Übung betrug 315 Feuerwehrmitglieder, die mit 56 Fahrzeugen im Einsatz standen. Die KHD-Bereitschaft aus Neunkirchen war mit 241 Kameraden und 44 Fahrzeugen, die KHD-Bereitschaft aus Oberwart war mit 105 Feuerwehrmitgliedern und 20 Fahrzeugen und die KHD-Bereitschaft 57 aus Weiz war mit 70 Feuerwehrmitgliedern und 10 Fahrzeugen an der großangelegten Übung beteiligt. Zwei Hubschrauber mit 18 Flugrettern/Einweisern sorgten für eine beeindruckende Unterstützung aus der Luft. Weiters nahmen acht Mitglieder des Roten Kreuzes mit vier Einsatzfahrzeugen an der Bereichsübung teil. Insgesamt 31 Vertreter aus Politik, Feuerwehrwesen, Bundesheer, Polizei und Presse ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen. In bewährter Weise stellte der 7. Zug der KHD-Bereitschaft 47 nach der Übung die Versorgung sicher und sorgte damit für ein wohlverdientes, gemütliches und vor allem kameradschaftliches Ausklingen des langen Übungstages.
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