17.10.2017, 21:18 Uhr

Der Literatur auf der Spur in Wien

Die Organisatoren Rudolf Hochwarter und Gerald Mayrhofer mit Anna Weidenholzer und Alfred Komarek (v.l.)

Anna Weidenholzer und Alfred Komarek lesen für HTL-Lehrer

22 Lehrerinnen und Lehrer haben in der ersten Oktoberwoche an der zweitägigen Literaturexkursion der HTL Pinkafeld nach Wien teilgenommen. Am ersten Tag lasen die beiden Autoren Anna Weidenholzer und Alfred Komarek aus ihren Werken im Wiener Kunstverein „Alte Schmiede“. Tags darauf besuchte die Gruppe das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek.

Bewährte Veranstaltung, neuer Leiter

Zeitgenössische österreichische Autoren und ihr Werk persönlich kennenzulernen und deren Literatur im Unterricht zu verwenden ist Ziel der Literaturexkursionen der HTL Pinkafeld. Zum ersten Mal leitete Professor Gerald Mayrhofer die sechste Veranstaltung dieser Art. Mit dabei war aber auch der frühere Abteilungsvorstand der Gebäudetechnik-Abteilung, Rudolf Hochwarter, der die vorangegangenen Fortbildungsveranstaltungen ins Leben gerufen, gefördert und geleitet hat. Diese unter den Teilnehmern geschätzte Exkursion steht Fachtheoretikern und Allgemeinbildnern aller Abteilungen der Schule gleichermaßen offen.

Weidenholzer und Komarek

Anna Weidenholzer, Autorin des Erzählbandes „Der Platz des Hundes“ sowie der beiden Romane „Der Winter tut den Fischen gut“, und „Weshalb die Herren Seesterne tragen“ und der Schriftsteller Alfred Komarek, bekannt durch seine frühere Tätigkeit beim Radio-Sender Ö3 und seine Kriminalromanfigur Simon Polt, gaben der literaturinteressierten Gruppe aus Pinkafeld Einblicke in ihr schriftstellerisches Wirken. Bei der Lesung in der Alten Schmiede im ersten Wiener Gemeindebezirk lasen sie aus einzelnen ihrer Werke, erzählten von ihrem Beruf als Schriftsteller und lobten das Schaffen des jeweils anderen. „Frau Weidenholzers Sprache ist einfühlsam, Komareks mit Humor unterlegt. Eine spannende, zeitgeistige Lesung“, resümierte Mayrhofer unter Beifall der Exkursionsteilnehmer.

Führung im „Grillparzerhaus“

Am zweiten Tag nahm die Gruppe an einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Im Rausch des Schreibens: Von Musil bis Bachmann“ im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek teil. Im diesem ehemaligen k. k. Hofkammerarchiv in der Johannesgasse 6 arbeitete einst der Schriftsteller Franz Grillparzer (1791–1872) als Archivdirektor. Sein Arbeitszimmer ist originalgetreu erhalten und Teil der Dauerausstellung über österreichische Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart.
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