16.08.2016, 10:41 Uhr

Die ersten Minuten zählen

Sein Equipment für rasche Ersthilfe hat Andreas Hanzl immer im Auto griffbereit

Die First Responder des Roten Kreuzes leisten wertvolle Ersthilfe im Notfall

Kommt es zu einem medizinischen Notfall, sind sie als Erste zur Stelle: Die First Responder des Roten Kreuzes. Dabei handelt es sich um freiwillige Sanitäter, die - oft in ganz anderen Berufen tätig - in ihrer Freizeit bei medizinischen Notfällen Hilfe leisten.

Faktor Zeit

Dabei ist das Handy zum ständigen Begleiter der Ersthelfer geworden, denn die Alarmierungen erhält jeder First Responder per SMS zugeschickt. Darin steht eine erste Beschreibung des Notfalls sowie die entsprechende Adresse. So kann jeder First Responder sofort sehen, ob dieser Einsatz geographisch in sein Einzugsgebiet fällt.

"Mit diesem System gewinnen wir wertvolle Zeit, da ein First Responder immer schneller in seinem Heimatort- bzw. einer Nachbargemeinde sein kann als ein Sanitätsfahrzeug", erklärt Hans-Peter Polzer, Leiter des Rettungsdienstes im Burgenland. Er war es auch, der vor 22 Jahren dieses System von Amerika ins Burgenland brachte und hier erfolgreich etablierte.

Immer im Einsatz

Die First Responder sind immer in Rufbereitschaft und melden sich telefonisch bei der Leitstelle, wenn sie einen Einsatz annehmen. Dies kann jederzeit sein, 24 Stunden am Tag.

Einer der 44 First Responder im Bezirk Oberwart ist Andreas Hanzl. Der Kohfidischer ist seit 2010 mitdabei und absolviert im Jahr ca. 40 Einsätze rund um seinen Heimatort. "Es ist wichtig, dass so bald als möglich mit den Erstmaßnahmen begonnen wird", erzählt Hanzl. "Dieses System ermöglicht es uns, rasch zu handeln".

Sofort reagieren

Aus dieser Erfahrung heraus fährt er auch zu jedem Notfall in seinem Einzugsgebiet. "Dann wird alles liegen und stehen gelassen und eben später weitergemacht", so der Kohfidischer.

Auch die Beteiligten bzw. Angehörigen bei einem Einsatz sind immer dankbar, wenn rasch und kompetent geholfen wird. "Die Erleichterung der Menschen, dass jetzt jemand die Verantwortung übernimmt, ist oft wirklich spürbar", beschreibt Hanzl weiter.

ECKDATEN BEZIRK OBERWART:
Jahresende 2015: 44 First Responder gemeldet
Bilanz 2015: 391 Einsätze
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