05.10.2016, 08:08 Uhr

Handwerk als Schwerpunkt der BiBi 2016

Mehr Mädchen für technische Berufe zu begeistern, ist ein Anliegen der Bildungs- und Berufsinformationsmesse. (Foto: Landesmedienservice)

Die Bildungs- und Berufsinformationsmesse „BiBi“ findet in Oberwart mit 58 Ausstellern statt.

OBERWART. Angefangen im kleinen Rahmen als Mädchenmesse im OHO, ist sie mittlerweile zu einem fixen Bestand im Schuljahr geworden - die Bildungs- und Berufsinformationsmesse, kurz „BiBi“, die mit insgesamt 58 Aussteller in der Burgenlandhalle Oberwart heute eröffnet wurde.
Die Messe bietet Information und Beratung über die aktuellen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler vom 13. bis zum 18. Lebensjahr. Heuer kommen rund 2.500 Schülerinnen und Schüler.

Handwerk ein Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt der BiBi 2016 ist das Handwerk. „Die Berufsinformationsmesse soll vor allem vermitteln, dass Mädchen alle Optionen haben, nicht nur die traditionellen Frauenberufe. Außerdem wollen wir junge Menschen für das Handwerk begeistern. Hier eröffnet sich ein weites Berufsfeld mit der Chance, den erlernten Beruf im Burgenland auszuüben“, so Frauenlandesrätin Dunst.
Dazu komme, dass den Mädchen die Vorteile von technischen Berufen vor Augen gehalten werden solle, so Dunst. Die BiBi solle als Wegweiser in Richtung Matura, Lehre, Information, Studium, Schule dienen. Um den Lehrberuf besser zu bewerben sind heuer erstmals die Polytechnischen Schulen, die Burgenländischen Berufsschulen, die Wirtschaftskammer mit den Sparten Handel, Tourismus und Freizeit, Gewerbe und Handwerk sowie die Lehrlingsstelle das WIFI bei der BiBi vertreten.

Mädchen selten in Männerberufen

Trotz eines enormen Anstieges der Frauenbeschäftigung in den letzten Jahrzehnten, entscheiden sich Mädchen und junge Frauen nach wie vor deutlich seltener als Burschen und junge Männer für technische Ausbildungs- und Berufswege.
"Hier gilt es noch immer vorhandene Klischees und eingefahrene Rollenbilder aufzubrechen", weisen Jutta Zagler von Mona-Net und Karina Ringhofer, Leiterin des Referates Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung darauf hin, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit nötig sei.
Dies beginnt beim Einfluss von Familie und sozialem Umfeld auf Berufsbilder und Berufswahl und endet beim Minderheitenstatus von Frauen in technischen Berufen, der abschreckt und als dauernde Belastung erlebt werden kann. „Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, dass jedes Kind das werden kann, was es will“, fordert Zagler. Dauerbrenner bleibe natürlich auch die Forderungen nach gleichem Geld für gleiche Arbeit.
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