09.03.2017, 11:22 Uhr

Oberwart: Finanzminister Schelling hört sich die Probleme vor Ort an

Empfangen wurde Finanzminister Schelling im Seminar- und Besprechungsraum des in die Jahre gekommenen Gebäudes. Die Mitarbeiter hoffen auf Budget für die Sanierung.

Routinearbeit automatisieren, Technik forcieren und Serviceleistungen bündeln waren die zentralen Themen beim Besuch im Finanzamt Oberwart

OBERWART (kv). Die automatisierte Arbeitnehmerveranlagung startet in Kürze in den Praxistest. Hintergrund ist die Entlastung der Finanzamtsmitarbeiter von Routineaufgaben. "So haben sie mehr Zeit, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren", sagt Hans-Jörg Schelling. Bei der automatisierten Familienbeihilfe habe sich diese Vorgehensweise bereits bewehrt.

Räume schaffen

Ein großes Anliegen der Mitarbeiter des Finanzamtes Oberwart war die Arbeitsumgebung. "Unser Finanzamt ist in die Jahre gekommen, wir kämpfen mit Wasserschäden, dunklen Kellerräumen, kaputten Böden und anderen Alterserscheinungen", sagt ein Mitarbeiter. Vor Ort konnte sich der Minister selbst ein Bild machen.

Callcenter

Ein weiterer Knackpunkt ist das Servicetelefon. Viele eingehende Anrufe könnten abgefangen werden, da es sich um allgemeine Fragen handelt, die ständig wiederkehren. Finanzminister Schelling nimmt hier die Privatwirtschaft als Vorbild und setzt sich für die Einrichtung eines zentralen Callcenters ein. "Wenn jemandem etwas besseres einfällt, dann begrüße ich das, ansonsten nehmen wir die Lösung, die sich schon bewährt hat", so Schelling.

Nachbesetzung der Stellen

Da keine Stellen besetzt werden können, die bereits besetzt sind, geht oftmals viel Erfahrung von Finanzbeamten verloren, die in Pension gehen. Es ist zurzeit nicht möglich, Stellen schon zu besetzen, bevor der Mitarbeiter die Pension antritt. "So kann er sein Wissen nicht an den Nachfolger weitergeben." Außerdem müssen verschiedene wichtige Bereiche personell verstärkt werden, abgestimmt auf die Anforderungen der jeweiligen Region.

Sorgenkind Technik

Auch mit der Verbesserung der IT ist der Finanzminister nicht zufrieden, obwohl bereits seit zwei Jahren daran gearbeitet wird. Bei technischen Ausfällen werde viel zu spät reagiert, weshalb Mitarbeiter stundenlang ihrer Arbeit nicht nachgehen können.

Ausbildung forcieren

Eine weitere Baustelle ist die Weiterbildung der Mitarbeiter. Der Finanzmarkt wird ständig mit neuen Herausforderungen überschwemmt, dazu braucht es auch geschulte Mitarbeiter - Stichwort Onlinehandel.
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