24.01.2018, 00:00 Uhr

Kurbad AG sperrte Zugang Vogelsangwald in Bad Tatzmannsdorf

Derzeit ist der Vogelsangwald für Besucher gesperrt. (Foto: privat)

"Betreten verboten" heißt es derzeit aus Haftungsgründen im Vogelsangwald von Bad Tatzmannsdorf. Nach einer gemeinsamen Lösung wird gesucht.

BAD TATZMANNSDORF. Seit einigen Wochen ist der Vogelsangwald in Bad Tatzmannsdorf für Spaziergänger gesperrt. Die Kurbad AG stellte als Eigentümer an den Eingängen "Privatgrundstück - Betreten verboten"-Schilder auf.
"Es geht um Haftungsfragen. Gerade im Winter ist das Risiko durch Frostschäden oder starkem Wind enorm. Es gibt im 8,5ha großen Wald viel Altbestand und dadurch erhöht sich das Risiko, dass etwas passieren könnte. Darum war es notwendig zu reagieren und nach juristischer Rücksprache haben wir diese Maßnahme getroffen, ein Schild "Betreten auf eigene Gefahr" wäre nicht ausreichend gewesen. Falls etwas passiert, könnte man uns "Fahrlässigkeit" und das war natürlich zu vermeiden. Ich freue mich aber, dass der Vogelsangwald ein so wertvolle Fläche in Bad Tatzmannsdorf ist, darum ist es auch für uns wichtig, dass er bald wieder geöffnet werden kann", so Reduce-Dir. Leonhard Schneemann.

Gemeinde sucht nach Lösung

Bgm. Gert Polster setzt auf Gespräche: "Unser Ziel ist eine gemeinsame Lösung. Hinweistafeln "Betreten auf eigene Gefahr" waren juristisch wohl nicht ausreichend, darum wurden nun diese Tafeln aufgestellt. Wir werden weitere Gespräche führen, um rasch zu einer guten Lösung zu kommen."
Kritik kommt von Vizebgm. Barbara Baldasti: "Weil sie Haftungen, falls etwas passieren sollte, nicht übernehmen will, hat das Reduce den Vogelsangwald für Besucher gesperrt. Es gibt aber ein Wegerecht der Gemeinde aufgrund einer über 30-jährigen Nutzung. Eine rasche Lösung ist hier notwendig. Der Alleingang war nicht in Ordnung."
"Gesetze sind einzuhalten und der Eigentümer ist verpflichtet, Maßnahmen zu setzen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine offensive Herangehensweise durch die Gemeinde ist notwendig, um das bald zu klären", meint Dietrich Wertz (PFFPÖ).
"Dieses Thema hat bei der letzten Gemeinderatssitzung bewegt. Ich bin für gemeinsame Gespräche, um eine bestmögliche Lösung für alle zu finden, damit der Park bald wieder für alle zugänglich ist", sagt Manuela Hatzl (JETZT).


Altbestand durchforsten

Für Schneemann geht die Sicherheit vor: "Wir sind in ständiger Absprache mit der Gemeinde und suchen gemeinsam nach Lösungen. Wir wollen nun den Wald durchforsten, wieviel Altbestand tatsächlich da ist und welche Bestände zu brechen drohen und darum zu entfernen sind. Auch rechtlich werden wir uns weiter informieren, um Fragen zu klären. Bei 8,5ha ist natürlich schwierig überall die Augen offen zu haben. Darum überlegen wir im gesamten Areal Beschränkungen einzuführen. Ziel ist natürlich, wenn die Sicherheit wieder gegeben ist, den Wald für die Besucher und Einheimischen wieder zu öffnen."
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