23.01.2012, 20:51 Uhr

NR-Abg. Franz Glaser: „Ich fordere, dass man mit offenen Karten spielt!“

Das Schicksal der Bahnlinie Oberwart-Friedberg scheint besiegelt. NR-Abg. Franz Glaser (VP) versucht weiter für den Erhalt zu kämpfen.

Betriebe wandern ab, neue siedeln sich erst gar nicht an, das Südburgenland wird zu einer Verliererregion - dies sind die Folgen, die durch die Einstellung der Bahnlinie Oberwart-Friedberg zu erwarten sind. Eine Firma kündigte bereits die Abwanderung vom Standort Rechnitz an. NR-Abg. Franz Glaser und dessen Kolleginnen und Kollegen stellten nun eine neuerliche Anfrage an Verkehrsministerin Doris Bures (SP), deren Antwort „teilweise nichtssagend, teilweise erhellend war“, so Glaser.
Unter anderem wurde aufgefordert darzulegen, wie die in den Jahren vor der Schließung in die Bahnstrecke investierten 7 Mio. Euro nun ihre Wirkung entfalten könnten, ohne endgültig verloren zu sein. Das Ministerium argumentiert an dieser Stelle mit dem noch aufrechten Güterverkehr. "Dass dieser jedoch ohne den Personenverkehr nur noch bis voraussichtlich Ende 2012 bestehen kann, wird in dem Antwortschreiben jedoch nicht erwähnt.", wird kritisiert. Wie hoch die für die Strecke bisher aufgewendete Summe ist, wird aus Wettbewerbsgründen nicht bekannt gegeben. Glaser dazu: „Es ist unzumutbar, dass solche Dinge verheimlicht werden. Ich fordere, dass man mit offenen Karten spielt.“, und appelliert des Weiteren an alle regionalen Verantwortungsträger, sich geschlossen hinter die Interessen der Bevölkerung zu stellen.
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