20.03.2017, 19:01 Uhr

FC Südburgenland bringt sich selbst um drei Punkte

Der FC Südburgenland startete gut, kassierte aber drei unnötige Gegentreffer und stand am Ende wieder mit null Punkten da.

Nach früher Führung gab der FC Südburgenland das Spiel durch Eigenfehler gegen Bergheim aus der Hand.

OLBENDORF. In der ersten Frühjahrsrunde empfing der FC Südburgenland zuhause den FC Bergheim und hoffte auf einen Sieg, der wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt bringen würde.
Die Südburgenländerinnen begannen auch ambitioniert und mit der ersten schönen Aktion nach Idealzuspiel von Jennifer Köppel ließ Neuzugang Viktoria Vörös Gästekeeperin Michaela Fischer keine Chance (7.). Sukzessive bekamen die Südburgenländerinnen immer besser ins Spiel und Bergheim schien nach anfänglichem Vorwärtstrend geschockt zu sein und kamen auch nur einmal gefährlich vors Tor, doch da verzog Viktoria Knosp (33.).

Statt 2:0 hieß es 1:1

Die besseren Torrauszenen hatten die Südburgenländerinnen. Zunächst köpfelt Anna Zimmerebner beim Rettungsversuch vor Stefanie Lefevre beinahe ins eigene Tor. Beim darauffolgenden Eckball hatte nach einem Fehler von Torfrau Fischer im Nachsetzen Lefevre Pech, denn der Ball entschied sich für die falsche Seite der Stange um über die Linie zu gehen. Nur wenige Minuten später bediente Kapitänin Susanna Koch die freie Boglarka Megyeri, doch die setzte aus knapp acht Metern den Drehschuss am kurzen Eck vorbei (37.).

Die vergebenen Möglichkeiten rächten sich. Im Gegenzug stand nach einem tiefen Pass Lisa Lausenhammer völlig frei, Melinda Szvorda zögerte und machte somit mit halbherzigem Herauslaufen das Lange Eck auf. Lausenhammer bedankte sich mit dem 1:1, das quasi aus dem Nichts entgegen des Spielverlaufs passierte. Während die Heimelf dadurch verunsichert wirkte, steigerte sich das Selbstvertrauen der Bauer-Mädels.

Eigenfehler ebnen Sieg für Bergheim

Auch nach der Pause wirkte Südburgenland noch etwas gehemmt. Zwar gab es einige gute Offensivaktionen, doch die erste Topmöglichkeit hatten die Gäste durch einen Freistoß von Zimmerebner, den Szvorda zunächst an die Latte lenkte und beim Nachschuss glänzend parierte (47.).

Danach ließ sich die Hintermannschaft wieder zu einer folgenschweren Unsicherheit hinreißen. Ein Laufduell ging verloren und Anne-Christin Goßner brachte einen Edelroller an Szvorda vorbei, der über die Linie kullerte (53.).

Südburgenland versuchte nun wieder mehr Offensivkraft zu erarbeiten, doch die Defensive der Gäste stand kompakt und ließ kaum echte Tormöglichkeiten zu. Und wieder war es schließlich ein weiter Pass - die Heimfans reklamierten Abseits - diesmal auf die freistehende Knosp, die den Ball an der wieder unglücklich aussehenden Szvorda vorbei zum 1:3 versenkte (72.).

Verlorene Punkte

Im Finish warf Südburgenland nochmal alles nach vor, doch auch gut herausgespielte Aktionen brachten keinen Erfolg - die beste vernebelte Megyeri, die aus zwei Meter den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte (88.).

Damit jubelte Bergheim über einen am Ende verdienten Auswärtssieg, der ihnen von den Südburgenländerinnen - vor allem von Keeperin Szvorda - quasi am Silbertablett serviert wurde. Für Südburgenland wird es nun noch enger, anstatt mit einem Befreiungsschlag sich einen Puffer zu verschaffen.

Südburgenland - Bergheim 1:3 (1:1)
Südburgenland: Szvorda - B. Weber (86. Strobl), Jovanovic, Zwickl, Pistotnik - Vörös, Koch, Köppel, Megyeri, Dotter (33. K. Weber, 90. Jandl) - Lefevre
Bergheim: Schnaitl (46. Bonnell), Rheinfrank, Sturm, Zimmerebner - Knosp, Kastner, Bachler (56. Rrahmani), Schwab - Lausenhammer (66. Wiener), Goßner
Tore: 1:0 (7.) Vörös, 1:1 (38.) Lausenhammer; 1:2 (53.) Goßner, 1:3 (72.) Knosp
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