23.11.2016, 11:03 Uhr

Burgenländische Qualitätschristbäume haben viele Vorteile

Christbaumzüchter Rainer Putz, Agrarlandesrätin Verena Dunst, Präsident der LK Burgenland ÖR Franz Stefan Hautzinger, Sascha Sommer (Obmann Verein "Burgenländischer Qualitätschristbaum") (Foto: Büro Dunst)

Der Christbaumverkauf startet am 25. November. Landwirtschaftskammerspräsident Franz Stefan Hautzinger und Landesrätin Verena Dunst machen sich für heimische Betriebe stark.

WOLFAU. Am 25. November beginnt der Christbaumverkauf im Burgenland. Heimische Christbäume sorgen für Wertschöpfung, Erhalt von Arbeitsplätze und bringen zudem weitere Vorteile.
„Der Christbaum direkt vom Produzenten hat viele Vorteile. Bei etlichen Betrieben kann der Baum unmittelbar in der Christbaumkultur ausgesucht und geschnitten werden. Die Kunden erhalten von den Christbaumproduzenten beste Beratung. Beim Kauf wird der Christbaum als Serviceleistung zugespitzt, eingenetzt und oft sogar nach Hause geliefert. Die Frische des Christbaumes ist garantiert, da dieser erst kurz vor dem Verkauf geschnitten wird. Ich bin stolz auf unsere Christbaumproduzenten. Die heimischen Christbaumzüchter werden den Bedarf an Christbäumen in unserem Land auch heuer wieder abdecken können. Es gibt aber nach wie vor rund 20 Prozent an Kunden, die importierte Christbäume kaufen“, sagte LR Verena Dunst bei einem Pressegespräch in Wolfau.

70.000 Christbäume im Burgenland

LK-Präsident Franz Stefan Hautzinger: „Die Christbaumproduzenten des Burgenlandes bieten Christbäume mit hoher Qualität an. Unter einem gemeinsamen Logo gewährleisten sie heimische Frische aus bäuerlicher Produktion. Ob im eigenen Wohnzimmer, in den Kaufhäusern oder auf öffentlichen Plätzen, der Christbaum darf in der Weihnachtszeit einfach nicht fehlen. Der Kauf eines heimischen Christbaumes birgt noch weitere Vorteile. Es werden lange Transportwege vermieden, das Klima wird geschont und durch die höhere Wertschöpfung werden auch Arbeitsplätze in der Region gesichert.“
In Österreich werden jedes Jahr rund 2,5 Millionen Christbäume verkauft und verschenkt. Davon sind etwa 90 Prozent aus dem Inland. Die Anzahl der aus heimischer Produktion im Burgenland verkauften Christbäume liegt bei ca. 70.000 Stück. Im Durchschnitt bewirtschaftet ein burgenländischer Christbaumproduzent eine Christbaumfläche von 4,50 ha, die gesamte Christbaumfläche liegt im Burgenland bei ungefähr 260 ha. Ein Christbaum kostet je nach Baumart zwischen 10 und 30 Euro Euro pro Laufmeter.

Verein "Burgenländischer Qualitätschristbaum"

Sascha Sommer, Obmann des Vereines „Burgenländischer Qualitätschristbaum“: „Im Burgenland werden seit mehr als 40 Jahren Christbäume produziert. Die beliebteste Baumart ist die Nordmannstanne. Weitere Christbaumarten sind die Coloradotanne, die Silbertanne, die Riesentanne, die Felsengebirgstanne, die Korktanne, die Fichte, die Blaufichte, die Douglasie sowie andere Nadelbaumarten." Vor 24 Jahren haben sich burgenländische Christbaumproduzenten zusammengeschlossen und den Verein „Burgenländischer Qualitätschristbaum“ gegründet. Derzeit zählt der Verein 30 Mitgliedsbetriebe, die eine große Auswahl an umweltfreundlich produzierten Christbäumen zum Verkauf anbieten. Insgesamt beschäftigen sich im Burgenland rund 50 Voll- und Nebenerwerbslandwirte mit der Erzeugung von Christbäumen. "Obwohl die heurigen Wetterkapriolen auch den Christbaumkulturen zugesetzt haben, sind die burgenländischen Christbaumproduzenten sicher in der Lage, den Bedarf an Christbäumen im Burgenland abzudecken“, so Sommer.

Daten & Fakten

Im Burgenland gibt es rund 112.000 Haushalte, wobei 75 % der Haushalte (~ 84.000 Stück) Naturbäume zu Weihnachten aufstellt. Davon kommen rund 80% (~ 70.000 Stk.) aus heimischer Produktion, ca. 4.000 Stk kommen aus anderen Bundesländern, rund 10.000 Stück kommen aus anderen Ländern ( Ungarn, Deutschland, Dänemark usw.).
Im Burgenland werden ca. 110.000 Christbäume pro Jahr produziert, der durchschnittliche Verkaufserlös liegt bei EUR 17,00 pro Baum. Das ergibt eine Wertschöpfung von Wertschöpfung EUR 1,87 Mio. im Burgenland, somit kann das Burgenland zu 100 % versorgt werden. Am meisten Christbäume werden im Bezirk Oberwart (~ 30.000 Stück) verkauft.
Im Burgenland gibt es rund 50 Christbaumproduzenten auf einer Fläche von etwa 270 ha (80 % auf lw. Nutzläche und 20 % im Wald). Die durchschnittliche Größe pro Baum beträgt im Burgenland 1,80 m (Österreichweit sind es 1,60 m)

Baumartenverteilung
über 80% Nordmannstannen
10% sonstige Tanne ( Coloradotanne, Korktanne, Riesentanne usw.)
10% Blaufichte, Fichte und Kiefer

Mitgliedsbetrieben des Vereines „Bgld. Qualitätschristbaum“

Bezirk Eisenstadt:
Forst und Naturmanagement GmbH, 7000 Eisenstadt

Bezirk Mattersburg:
BAUER Karl, 7223 Sieggraben
FÜRSATZ Johann, 7223 Sieggraben
PREISSEGGER Ronald,7033 Pöttsching
SAUERZAPF Herbert, 7212 Forchtenstein
SCHMIDL Josef, 7223 Sieggraben
TASCHNER Matthias, 7223 Sieggraben

Bezirk Oberpullendorf:
FUCHS Robert, 7332 Weppersdorf
GRAF Inge, 7451 Oberloisdorf
GROSINGER Johann, 7442 Hochstraß
REITTER Franz, 7332 Kalkgruben
SCHÖLL Gerhard, 7331 Kalkgruben
SCHUH Michael, 7331 Kalkgruben
SUPPER Karl, 7451 Oberloisdorf

Bezirk Oberwart:
FRÜHWIRTH-SULZER Dagmar, 7400 Oberwart
LUTZMANN Josef, 7423 Grafenschachen
NEUBAUER Dietmar, 7432 Oberschützen
PFINGSTL Hannes, 7461 Stadtschlaining
PRATSCHER Ferdinand, 7434 Rettenbach
PUTZ Adolf, 7432 Aschau
PUTZ Rainer, 7412 Wolfau,
SCHMIDT Josef, 7434 Bernstein
WEHOFER Martin, 7433 Tauchen

Bezirk Güssing:
Forstverwaltung Draskovich, 7540 Güssing
JANISCH Eduard, 7551 Stegersbach
KLÄR Martha, 8293 Wörterberg
SOMMER Alexander und Manfred, 8293 Wörterberg
SOMMER Maria, 7540 Güssing
SOMMER Sascha, 7540 Güssing

Bezirk Jennersdorf:
KRENN Martin, 8383 St. Martin/R.
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