28.03.2016, 10:00 Uhr

Malermeister Johann Radakovics lässt Wände "aufatmen"

Malermeister Radakovics gibt sein Wissen an seinen Lehrling Sebastian Kelemen weiter. Claudia Bruckner sorgt dafür, dass der Betrieb reibungslos läuft.

Nach Abschluss der Lehre, jahrelanger Berufspraxis und Absolvierung der Meisterschule gründete Johann Radakovics sein eigenes Malerunternehmen in Oberwart.

OBERWART (kv). Von 1976 bis 1979 erlernte der Malermeister sein Handwerk in einem kleine Betrieb im Südburgenland. Am Beruf faszinierte ihn von Anfang an die Mischung aus Handwerk und Kreativität. "Ein Maler sollte sehr kreativ sein, ein Farbgespür haben und genau wissen, welcher Farbton zu einem Raum bzw. einer Fassade passt", so Josef Radakovics. Nach seiner Lehre arbeitete er für renommierte Firmen in Wien, um sein Handwerk zu perfektionieren.

Die einzige Meisterschule

In ganz Österreich gibt es nur eine Schule, bei der man seinen Meister als "Maler- und Beschichtungstechniker" machen kann: Die Malerschule Leesdorf in Baden bei Wien. "Das ist eine Ganztagsschule, in der ich mich intensiv 15 Monate lang auf die Meisterprüfung vorbereitet habe. Dort habe ich alles rund um mein Handwerk gelernt, nicht nur prüfungsrelevante Dinge." Neben der kaufmännischen Ausbildung wird an der Schule auch viel Wert auf Kreativität gelegt. Von Kunstgeschichte bis hin zum Handwerk des Vergoldens oder sämtliche Beschichtungstechniken von Holz bis zu Metall wird dort unterrichtet. Außerdem Denkmalpflege, Mauerbeschriftungen, Schaufensterdekoration und vieles mehr.

Zum eigenen Betrieb

1989 übernahm Malermeister Johann Radakovics die Firma Zimmermann mitsamt allen Mitarbeitern. Nach zehn Jahren in der Oberwarter Innenstadt baute er sich sein eigenes Firmengebäude in der Untertrumstraße. Sein Erfolgsgeheimnis stützt der Malerexperte auf drei Eckpfeiler: hohe Qualität der Materialen, kompetente Beratung und gut ausgebildete Mitarbeiter.

Farbe ist nicht gleich Farbe
Der Betrieb verwendet seit 15 Jahren keine Dispersionsfarben im Wohnraum, sondern setzt auf mineralische Innenfarben. Stattdessen setzt er auf Ionit Wandcreme und Lehmfarben. Die Ionen in der Farbe erzeugen Sauerstoff und lassen die Wände quasi atmen. Dadurch wird die Qualität der Raumluft gesteigert, was sich wiederum positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität auswirkt. Die Lehmfarbe wirkt ausgleichend auf den Feuchtigkeitshaushalt, ist besonders atmungsaktiv und natürlich lösungsmittel- und weichmacherfrei.

Beratung ist das Um und Auf
Eine Farbe sieht an der Wand oftmals anders aus als im Prospekt bzw. im Farbkübel. "Natürlich gehe ich auf die Kundenwünsche ein, aber mit meiner Erfahrung kann ich auch beratend eingreifen, wenn die Umsetzung nicht das Ergebnis bringen würde, das sich der Kunde oder die Kundin erhofft." Außerdem ist der Experte für Farben immer auf dem Laufenden, was aktuelle Trends anbelangt und können dadurch Wandgestaltungen entstehen, auf die man selbst vielleicht gar nicht gekommen wäre.

Für den Beruf geschaffen
Seit Beginn an bildet Johann Radakovics auch selbst Mahlerlehrlinge aus. "Das entscheidende ist, dass sich der Lehrling auch wirklich für den Beruf interessiert. Der Wille ist entscheidend." Zurzeit wird im Betrieb ein Lehrling ausgebildet, ein weiterer steht gerade in den Startlöchern. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und die richtige Wahl für Menschen, die nicht den ganzen Tag in einer Werkstatt sein wollen oder wochenlang auf derselben Baustelle. Man kommt viel herum und kann auch seiner Kreativität freien Lauf lassen.

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