27.04.2016, 09:37 Uhr

Österreichisch lernen mit dem BFI Burgenland

Das BFI Burgenland bringt anerkannten Asylanten Sprache und Rechtsverständnis bei. (Foto: BFI Burgenland)

Anerkannte Asylantinnen lernen beim BFI Burgenland Sprache sowie österreichisches Amts- und Rechtsleben.

BURGENLAND. „Das Land Burgenland hat das BFI damit beauftragt, anerkannte Asylant/innen in die deutsche Sprache einzuführen und ihnen parallel dazu auch das Verständnis für das österreichische Amts- und Rechtsleben zu vermitteln.
Zur Qualifizierung können allerdings, vom AMS, nur Menschen zugwiesen werden, denen, aufgrund ihrer Verfolgung in der Heimat, ein politisches Asyl in Österreich gewährt wurde.

Fünf Standorte

Das BFI wählt eine sehr praktische Methode, bei der, innerhalb der Sprachausbildung, schon praxisbezogene Lebensvorgänge bearbeitet und gelebt werden.
"Wir führen diese Kurse an fünf Orten des Burgenlandes, nämlich in Neusiedl, Eisenstadt, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing durch und werden, nach jeweils drei Kursen, von September 2015 bis Juni 2016, etwa 225 Menschen dieser Zielgruppe ausgebildet haben, die ja dann auch bei uns bleiben, beziehungsweise, teilweise ja schon länger bei uns wohnen. Wir hoffen auf eine weitere Beauftragung durch das Land Burgenland ab Herbst 2016“, erzählt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.

AnfängerInnen sind wissbegierig

Die BFI-Trainerin, Fr. Dr. Obwexer, schildert ihre Erlebnisse: „Nun habe ich drei Monate lang zwei Gruppen, sowohl MigrantenInnen auf Anfängerniveau als auch Personen, die schon Grundwissen hatten, versucht, die deutsche Sprache näher zu bringen. Speziell der Anfänger/innenkurs arbeitete sehr intensiv und wissbegierig mit, sodass es allen Teilnehmer/innen gelungen ist, die grundlegende A1-Prüfung zum Österreichischen Sprachdiplom (ÖSD) mit gutem und auch sehr gutem Erfolg zu meistern. Alle Auszubildenden waren hochmotiviert, auch als es darum ging, oft den ersten Lebenslauf oder das erste Bewerbungsschreiben zu verfassen. Oft fehlten die Computerkenntnisse - trotzdem haben sie es gemeistert."

Fortgeschrittenenkurs

Der Fortgeschrittenenkurs musste sich erst finden. Hier geht es um Migranten/innen, die teilweise bereits mehrere Jahre in Österreich leben, jedoch nie einen Deutschkurs besuchten. Sie konnten sich gut verständigen, hatten jedoch kein grammatikalisches Wissen.
Andere wiederum leben erst kurz in Österreich, sind grammatikalisch sattelfest, haben jedoch Sprachprobleme gehabt. Auch sie haben größtenteils sogar die A2 ÖSD-Prüfung, erfolgreich absolviert. "Die Anmeldungen zum Deutschkurs überschreiten bei weitem die Anzahl der angebotenen Kursplätze“, erklärt sie.
Maier: „Ein hartes Stück Arbeit, aber in der jetzigen Situation ein ganz wesentlicher Baustein für unsere Gesellschaft. Nur Raunzen und nichts dazu beizutragen, ist zu wenig…“
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