20.12.2017, 12:11 Uhr

Verena Dunst präsentiert die Zahlen für Konsumentenschutz in Oberwart

Dominik Schmidt (li.), LRin Verena Dunst, LAbg. Christian Drobits präsentieren die Zahlen des Konsumentenschutzes. (Foto: Bgld. LMS)

Die Beratungszahlen gegenüber 2016 sind weiter gestiegen.

OBERWART. Nicht zuletzt aufgrund falschen Konsumverhaltens ist auch die Privatverschuldung auf durchschnittlich 100.000 Euro angewachsen. Das Durchschnittsalter der Schuldner beträgt 44 Jahre. Im kommenden Jahr will LRin Verena Dunst verstärkt auf Prävention und Verbraucherbildung an Schulen setzen, weitere Schwerpunkte sollen Cyberkriminalität und Preiskontrollen bei Obst- und Gemüseständen sein.

1.026 Beratungen 2017

1.026 Beratungen wurden von der Konsumentenschutzabteilung des Landes vom 1. Jänner bis 30. November 2017 durchgeführt und 665 Neuklienten gezählt - 2016 waren es insgesamt 571. 44 % der Beratungen betrafen Mietrechtsfragen, daneben waren Fragen zu Kaufverträgen, insbesondere Gewährleistung und Vertragsauflösung, sowie Probleme betreffend Telekommunikation und Energie am häufigsten, vermehrt auch Reisemängel.
„Beratung vor allem beim Mieterschutz wird immer wichtiger, weil immer mehr Burgenländer in Miet- oder Genossenschaftswohnungen leben. Aber auch der Onlinehandel birgt erhebliche Risiken“, warnt Dunst. Gerade die Zeit vor Weihnachten verleite oft zu spontanen und unbedachten Käufen. „Es gilt zu beachten, dass das Umtauschrecht nicht gesetzlich verankert ist. Ein möglicher Umtausch muss schon beim Kauf vereinbart werden“.

Telefonisch, persönlich oder per E-Mail

Konsumentenschutzberatungen werden telefonisch, im persönlichen Gespräch vor Ort oder auch per E-Mail durchgeführt. Außensprechtage werden überdies in den Bezirken Oberwart, Güssing, Jennersdorf und in Neusiedl angeboten. Viele hilfreiche Tipps rund um Mietfragen, kompakt zusammengefasst, gibt auch die Broschüre „Mietrecht kompakt“, die beim Amt der Burgenländischen Landesregierung und in den Bezirkshauptmannschaften aufliegt.

Schwerpunkt 18

Für 2018 werde der Schwerpunkt im Konsumentenschutz für die Jugend auf Cyberkriminalität und Verbraucherbildung an Schulen in Kooperation mit dem Landesschulrat, dem Ausbau der Mietrechtsberatung, auf einem neuen Facebookauftritt und Themenveranstaltungen liegen.
„Die vielfältigen Fragen der Konsumenten zeigen, dass Konsumentenschutz uns alle angeht. Es kann jeden von uns treffen, dann ist es wichtig zu wissen, wohin man sich wenden kann“, so die Konsumentenschutzlandesrätin.
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