Energiegenossenschaft Assling
Die Gemeinde Assling produziert ihren Strom selber

Vor kurzem wurde das neue Kraftwerk Oberstufe 2 mit Tagesspeicher feierlich gesegnet.
  • Vor kurzem wurde das neue Kraftwerk Oberstufe 2 mit Tagesspeicher feierlich gesegnet.
  • Foto: Brunner Images
  • hochgeladen von Hans Ebner

Vor 93 Jahren haben Asslinger Visionäre sich zusammengefunden, um eine Energiegenossenschaft zu gründen. Zweck dieser Genossenschaft war die Versorgung ihrer Höfe mit Strom. Dazu wurde nach der Gründungsversammlung am
1. März 1927 eine alte Mühle zum ersten Kraftwerk mit einer Leistung von 100 PS umgebaut.

ASSLING. Die große Herausforderung war, den Strom zu den Haushalten zu bringen, dafür wurden nach und nach Freileitungen errichtet und Trafostationen gebaut um die einzelnen Ortsteile und Weiler zu erreichen.
Durch den steigenden Strombedarf in der Gemeinde wurden weitere Kraftwerksbauten notwendig. 1948 wurde die Stufe 1 in Oberthal errichtet, 1964 folgte die Stufe 2 in Thal. Das größte Wasserkraftwerk wurde 1973 in Mittewald errichtet. Die Oberstufe entstand im Jahr 2005.
1994 wurde in Thal/Aue ein Blockheizkraftwerk errichtet, um noch mehr Strom erzeugen zu können, und um die Haushalte in Thal mit Wärme zu versorgen. Im Jahr 2006 wurde eine Verbindungsleitung zum Sägewerk Theurl gebaut. Seitdem bezieht das EWA (Elektrowerk Assling) die Wärme vom Sägewerk und verteilt diese an 50 Kunden.
Ein zusätzliches Standbein schuf sich das EWA im Jahr 2013. An vier verschiedenen Standorten wurden Großphotovoltaikanlagen mit je 500 kWpeak errichtet – insgesamt ist das der größte Photovoltaikpark in Tirol. Auf einer Gesamtfläche von 30.000 m² werden mit 8.000 PV-Modulen rund 2,5 Mio. kWh erzeugt. Dieser erzeugte PV-Strom reicht für die Versorgung von ca. 700 Stromkunden.

Allroundfirma bzw. Genossenschaft

Das Versorgungsgebiet des EWA erstreckt sich über das gesamte Gemeindegebiet von Assling. Insgesamt beträgt die Länge der Stromleitungen 100 km, Inzwischen konnten alle Freileitungen durch Kabelleitungen ersetzt werden. Um die ca. 800 Stromkunden zu versorgen sind 35 Trafostationen notwendig.
Der Betrieb der eigenen Kraftwerke, bis hin zur Betriebsführung von Fremdkraftwerken, dem Leitungsbau und den Bau von Trafostationen werden im Teilbetrieb „Elektrotechnik“ abgewickelt. Ebenso werden Reparaturen und die Installation von Gebäuden angeboten, wie auch in den letzten Jahren die Verlegung der Lichtwellenleiterkabel für das schnelle Internet.
Noch heute gehört das EWA den 188 Genossenschaftsmitgliedern. Das sind in diesem Fall die Bauern der Gemeinde Assling. Der Betrieb wird von einem 6-köpfigen Vorstand unter der Leitung von Obmann Markus Lukasser geführt.

Oberstufe 2 mit Tagesspeicher

Nach ersten Ideen im Jahr 2011 reifte die Überlegung zur Errichtung einer Oberstufe zu den bestehenden 3 Kraftwerken des EWA am Thalerbach heran.
Nach eingehenden Untersuchungen und einer ganzjährigen Wassermessung im Jahr 2012 wurde mehrere Jahre an einem optimal ausgelegten Projekt gefeilt.
Am 28.11.2017 konnte ein positiver Bescheid für Wasserrecht, Naturschutz und Forstrecht erreicht werden. Rund ein Jahr später konnte mit der Errichtung des Tagesspeichers und den Arbeiten am Krafthaus und der Verlegung der Druckrohrleitung gestartet werden.
Nach knapp 1-jähriger Bauzeit wurde das neue Kraftwerk in Betrieb genommen und liefert einen wesentlichen Beitrag zur unabhängigen Stromversorgung in der Gemeinde.
Dem 5.180 Kubikmeter großen Tagesspeicher kommt eine besondere energetische Bedeutung zu. In Zeiten mit schwachem Verbrauch kann hier das Wasser zurückgehalten werden. Wenn der Verbrauch steigt, können über die Nutzung des Wasserinhaltes des Speichers alle 4 Kraftwerke des EWA am Thalerbach mit einer höheren Leistung die Spitzen abdecken.

Technische Daten

Einzugsgebiet: 10,5 km²
Wasserfassung: Pedretscher Kaser (1.703m)
Krafthaus: Gasser Kaser (1.505m)
Bruttofallhöhe: 196 m
Ausbauwassermenge: 300 lt/sec
Inhalt Tagesspeicher: 5.180 m³
Druckrohrleitung: 1,525 km DN 500
Ausbauleitung: 495 kW
Jahreserzeugung: 2.700.000 kWh
CO²-Einsparung im Jahr: 1.400 t
Inbetriebnahme: Oktober 2019
Baukosten:
2.200.000,-- Kraftwerk
1.800.000,-- Tagesspeicher
4.000.000,-- Gesamtkosten

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