Ein Buch gegen das Vergessen

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LIENZ (ebn). Vergangenen Freitag, ging mit der Enthüllung des sogenannten "Buch der Opfer", ein lang gehegter Wunsch des Osttirolers Pepi Wurzer in Erfüllung. Wurzer ist ein Zeitzeuge des NS-Regimes, war Widerstandskämpfer und engagiert sich noch heute als Aufklärer und Mahner gegen das Vergessen der Gräuel wie während des 2. Weltkriegs passiert sind.
Jene, die sich damals aktiv gegen die Nazis stellten, und dabei ihr Leben lassen mussten, sollten nicht in Vergessenheit geraten. Ihre Namen wurden in das "Buch der Opfer" eingetragen.

"Das Forum Mahnmal 1928-1945" hat im vergangenen Jahr intensive Recherchen zur biographischen Opferforschung unternommen. Die erfassten 48 Namen können nun am bestehenden Mahnmal in würdiger Form und gut sichtbar präsentiert werden", erklärt Martin Kofler, Mitglied des Vereins 'Forum Mahnmal'.
Der Weg diese Namen sichtbar zu machen war ein langer. 1953 erteilte die Stadt Lienz die Genehmigung für die Errichtung eines Befreiungsdenkmals. Es brauchte anschließend allerdings 54 Jahre bis die Namen jener, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlten, öffentliche Anerkennung fanden. Für Pepi Wurzer ist dies der Abschluss langer Bemühungen. Er selbst konnte an des Feierlichkeiten aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen. Seine Worte wurden jedoch von seinem Sohn verlesen.

Das "Forum Mahnmal" erhob außerdem über 55 OsttirolerInnen, die im Rahmen der "NS-Euthanasie" ermordet wurden. Aus Datenschutzgründen wurden diese Opfer anonymisiert. "Die Erfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Von weiteren drei Opfern, zwei geflohenen jüdischen Frauen und einem jüdischen Mädchen, sind die Namen leider nicht mehr zu ermitteln gewesen", so Kofler.

Bei der Feier wurde den Namen auch eine physische Präsenz gegeben. Stellvertretend für die Opfer von einst, nahmen Lienzer SchülerInnen deren Platz bei der Zeremonie ein.

Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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