Immer weniger Äschen
Fischereiverband schlägt Alarm

Der Äschenbestand in der Schwarzach ist massiv zurückgegangen.
  • Der Äschenbestand in der Schwarzach ist massiv zurückgegangen.
  • Foto: A. Hartl
  • hochgeladen von Hans Ebner

Die vom WWF aufgezeigten und kritisierten Pläne für neue Wasserkraftwerke im Einzugsgebiet der Isel lassen auch den Tiroler Fischereiverband Alarm schlagen. Mit der Errichtung des Kraftwerks an der Schwarzach ist bereits ein früherer Laichplatz für die Fische so gut wie ganz weggefallen. Auf die Sanierung der Fortpflanzungsstätten in den Iselzubringern muss daher ein besonderes Augenmerk gelegt werden, ansonsten sind weitere massive Bestandseinbrüche bei den Äschen vorprogrammiert.

OSTTIROL. Bevor man über weitere Kraftwerkspläne überhaupt nachdenkt, wäre es weitaus
dringlicher die Sanierung der Laichplätze in den Iselzubringern, etwa in der Schwarzach, anzugehen“, erklärt Andreas Bachler, Obmann des Tiroler Fischereiverbandes. “Zwei wesentliche Punkte sind dabei die Restwassermenge und der Geschiebehaushalt.“ Einst war die Schwarzachmündung ein bedeutender Laichplatz für die Äsche. Das Wasser war zur Fortpflanzungszeit der Äsche regelrecht schwarz vor lauter Fische. Mit der Errichtung des ersten Wasserkraftwerks in der Schwarzach habe dies jedoch ein jähes Ende gefunden.

Bestand massiv gefährdet
Wenn jetzt weitere Kraftwerke gebaut bzw. bestehende erweitert werden, wird sich das massiv auf den Fischbestand im Isel-Einzugsgebiet auswirken. Dieser Bestand hat sich in den vergangenen acht Jahren im Drau-Isel-Verlauf ohnehin schon dramatisch reduziert. In früheren Jahren sind Studierende der Universität für Bodenkultur zum Michlbach (Seitenzubringer der Isel) gepilgert, um das Naturschauspiel der Fortpflanzung der Äschen zu beobachten, die zu Hunderten zu ihren Laichplätzen gezogen sind. Mittlerweile muss man einzelne Exemplare suchen, gerade noch 20 bis 25 sind es pro Jahr. Schätzungen sprechen von einem Rückgang um fast die Hälfte.
Der Bestand an typischen heimischen Fischarten, wie der Äsche, könnte dann völlig zusammenbrechen", fürchtet Andreas Bachler.

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