Corona
Gesundheitschecks an der Grenze

An der Grenze zu Südtirol in Sillian werden stichprobenartig Gesundheitschecks durchgeführt.
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In der letzten Woche kam es in Osttirol noch einmal zu einem Anstieg von Infekten der Atemwege.

OSTTIROL (red). "Schuld war aber nicht das neue Coronavirus sondern alte Bekannte: Derzeit dominieren noch Influenza, RSV und das humane Metapneumonievirus", berichtet der Osttiroler Mediziner und Virologe Dr. Gernot Walder.
Seit Dezember wurden in Osttirol 245 Infektionspatienten mittels Rachenabstrich auf die klassischen viralen Infektionen untersucht, 68 wurden auch auf das neue Coronavirus getestet.
Von den 245 getesteten Personen wurde bei 96 das Influenzavirus nachgewiesen. Zwei dieser Personen sind verstorben. "Da bei weitem nicht alle Grippepatienten getestet werden, liegen die Zahlen für die Infizierten und ambulant behandelten um ein Vielfaches höher. Besonders das Influenzavirus H1N1v, ein Nachfahre der Schweinegrippe von 2009 ist heuer durch eine gesteigerte Virulenz gekennzeichnet und verursacht ungewöhnlich schwere Verläufe. Dieser Genotyp ist auch für die beiden Todesfälle verantwortlich", erklärt Walder.
Die Infektiologen erwarten, dass die Zahl der Grippeinfektionen in den nächsten Wochen sinkt und die Epidemie mit Beginn der wärmeren Jahreszeit erlischt. Die Grippeimpfung hat sich in dieser Saison als wirksam erwiesen: Bisher wurde in Osttirol ein einziger Impfdurchbruch registriert.

Noch kein Corona

Positv auf Corona getestet wurde in Osttirol bislang noch niemand. Das wird aber wohl nicht so bleiben. "Bei SARS-CoV2 ändert sich die Lagebeurteilung. Seit den Ausbrüchen in Südkorea, Italien und dem Iran handelt es sich um eine Pandemie. Das Ziel ist nun nicht mehr die Ausrottung des Erregers, sondern eine Abschwächung der Ansteckungsrate. Osttirol befindet sich noch in der Phase der Präpandemie, das heißt das Virus ist bisher nicht nachgewiesen worden, es wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bezirk zu einer Viruszirkulation kommen. Das kann in den nächsten Wochen der Fall sein, mit etwas Glück geschieht es erst im nächsten Herbst. Experten erwarten einen etwas schwereren Verlauf der ersten Welle als bei der Schweinegrippe 2009", so Walder.

Einschränkungen

Indes wird das Land Tirol ab 10. März damit beginnen Gesundheitschecks an den Grenzen durchzuführen. Zwei mobile Gesundheitscheck-Teams im Grenzbereich Brenner sowie an den Grenzen Sillian und Reschenpass werden punktuelle Gesundheitskontrollen vornehmen. Die Checks betreffen sowohl den Straßenverkehr auf Autobahn und Landesstraßen, als auch den Zugsverkehr“, erklärt LH Günther Platter. Im Zuge der Gesundheitschecks werden punktuell und stichprobenartig Temperaturmessungen durchgeführt.
Wer einen Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule (LFS) besuchen will, der muss in nächster Zeit über den Felbertauern reisen. ""Die Anfahrt zur LFS darf ausschließlich über den Brenner erfolgen. Wer dennoch über die Brennerroute anreist, wird von der Lehrgangsteilnahme ausgeschlossen. Falschangaben können verwaltungsrechtliche Konsequenzen haben", heißt es vom Kommando der Landesfeuerwehrschule.

An der Grenze zu Südtirol in Sillian werden stichprobenartig Gesundheitschecks durchgeführt.
Der Virologe Dr. Gernot Walder liefert Zahlen zu den bislang in Osttirol vorgenommenen Tests.
Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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