LLA Schülerinnen bepflanzen Aguntum

Die Schülerinnen der 2. Klasse „Betriebs- und Haushaltsmanagement“ der LLA Lienz mit ihrer Lehrerin und Projektbetreuerin DI Ulrike Madritsch  sind mit Eifer bei der Pflege der Vegetationsstreifen.
  • Die Schülerinnen der 2. Klasse „Betriebs- und Haushaltsmanagement“ der LLA Lienz mit ihrer Lehrerin und Projektbetreuerin DI Ulrike Madritsch sind mit Eifer bei der Pflege der Vegetationsstreifen.
  • Foto: A. Hassler/Revital
  • hochgeladen von Hans Ebner

DÖLSACH (red). Schritt für Schritt wird das Grabungsgelände von Aguntum als „archäologischer Landschaftspark“ gestaltet. Dabei gilt es, denkmalpflegerischen, insbesondere konservatorischen Aspekten ebenso gerecht zu werden wie einer für die Besucher interessanten Präsentation der Ruinen, deren ehemalige Funktionen „lesbar“ bleiben sollen.

Die dafür notwendigen Maßnahmen wurden 2014 in einem gemeinsam Fachleuten aller relevanten Disziplinen (Archäologie, Denkmalschutz, Restaurierung bzw. Konservierung, Architektur etc.) erstellten Leitbild festgeschrieben, das seither laufend umgesetzt wird. Dazu gehören etwa geeignete Bepflanzungen, Geländemodellierungen und sonstige landschaftsgestaltenden Arbeiten im 30.000 m2 umfassenden Freigelände.
Um dem erhöhten Pflegeaufwand – und den beschränkten budgetären Möglichkeiten – gerecht zu werden, ist der Verein Curatorium pro Agunto mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz eine Parkpflege-Kooperation eingegangen: Projektgruppen der LLA leisten landschaftsgärtnerische Arbeitseinsätze; im Gegenzug erhalten sie Einblicke in das Leben in der ehemaligen Römerstadt und in die Erfordernisse der Denkmalpflege.

Im Mai gab es einen ersten solchen Einsatz durch 11 junge Männer aus Nord- und Südtirol, die eine „Mobilitätswoche“ an der LLA Lienz verbrachten; Ende Juni waren nun 9 Mädchen der 2. Klasse des Schulzweiges „Betriebs- und Haushaltsmanagement“ dran: Museumsführer Hannes Rohracher machte die Schülerinnen mit den historischen Fakten der Römerstadt vertraut und erläuterte die wichtigsten Grabungsergebnisse und Funde, während Andrea Hassler vom Ingenieurbüro Revital im Grabungsgelände das Projekt „Archäologischer Landschaftspark“ erläuterte.

Es folge dann ein Arbeitstag, bei dem die Mädchen mit großem Eifer und Sachkenntnis die vor 2 Jahren angelegten Vegetationsstreifen und auch die Wege von nicht erwünschten Pflanzen befreiten. Im ganzen Gelände wurden überdies bei den zum Schutz des Originalmauerwerks vorgenommenen Einschüttungen und Geländemodellierungen die Bepflanzungen ergänzt.
„Wir sind der LLA Lienz sehr dankbar für die wertvolle Unterstützung bei unserem Bemühen, Aguntum für die Besucher noch attraktiver zu machen, und hoffen auf eine Fortsetzung der Kooperation im nächsten Schuljahr“, freut sich Vereins-Obmann Leo Gomig.

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