Nachhaltiges Bodenmanagement: Prägraten als Pilot-Gemeinde

Der Boden erfüllt wertvolle Dienstleistungen für den Menschen: Schutzvor Hochwasser oder Erdrutschen, Wasserreinigung oder das Speichern von Kohlenstoff.
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  • Der Boden erfüllt wertvolle Dienstleistungen für den Menschen: Schutzvor Hochwasser oder Erdrutschen, Wasserreinigung oder das Speichern von Kohlenstoff.
  • Foto: Klimabündnis Tirol
  • hochgeladen von Claudia Scheiber

Am Montag wurde in Ljubljana ein neues, von der EU kofinanziertes, Projekt zum Thema „Alpenböden“ präsentiert. Drei der zehn Projektpartner kommen aus Tirol: das Amt der Tiroler Landesregierung mit der Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen und der Abteilung Forstplanung, die Universität Innsbruck mit dem Institut für Geografie und das Klimabündnis Tirol. Gemeinsam sollen Maßnahmen für nachhaltiges Bodenmanagement in Gemeinden entwickelt werden.

Drei Jahre, fünf Länder, zehn Projektpartner, ein Ziel: Bodenschutz im Alpenraum. Das aus dem EU-Programm „Alpine Space“ mit knapp zwei Millionen Euro geförderte interregionale Projekt „Links4Soils“ wurde im November des vergangenen Jahres genehmigt. Am Montag fand die erste öffentliche Projektkonferenz in Ljubljana statt, zu der alle ProjektpartnerInnen und EntscheidungsträgerInnen, sowie Interessierte aus dem Alpenraum geladen waren. Das Projektteam aus Slowenien, Österreich, Italien, Deutschland und Frankreich hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt.

„Alpine Böden erbringen lebenswichtige Leistungen für uns Menschen, wie zum Beispiel den Schutz vor Hochwasser oder Erdrutschen, die Reinigung des Wassers, aber auch das Speichern von Kohlenstoff. Leider werden diese Dienstleistungen des Bodens häufig nicht gewürdigt und immer mehr wertvolle Fläche versiegelt. Unser Projekt soll dieses Defizit ausgleichen, indem die Ziele des Bodenschutzprotokolls der Alpenkonvention in die Praxis umgesetzt werden“, berichtet Dagmar Rubatscher vom Klimabündnis Tirol. Hierzulande werden dafür konkrete Maßnahmen, wie ein Boden-Check oder eine Bodenfunktionsbewertung für Gemeinden vorbereitet. Anhand von Pilot-Gemeinden werden Handlungsmöglichkeiten zum Bodenschutz erprobt. Bisher sind die Gemeinden Prägraten am Großvenediger, Volders, Reith bei Seefeld und Wildermieming am Projekt beteiligt.

Für den slowenischen Projektleiter Borut Vrščaj vom Agrarinstitut in Ljubljana spielt das Netzwerk und der internationale Austausch eine entscheidende Rolle: „Ein wichtiges Ziel unseres Projekts ist die Gründung einer Webplattform, die für alle Organisationen, die im Alpenraum tätig sind und sich mit Böden beschäftigen, eine Grundlage für effektiven Bodenschutz und richtige Raumplanung sein soll. Auf dieser Plattform werden auch Best Practice Beispiele aus Alpengemeinden präsentiert, die wir in den nächsten drei Projektjahren sukzessive erarbeiten werden.“ so Borut Vrščaj. Im Herbst 2019 werden die Ergebnisse des Projekts bei einer großen Abschlusskonferenz in Innsbruck präsentiert.

Der Boden erfüllt wertvolle Dienstleistungen für den Menschen: Schutzvor Hochwasser oder Erdrutschen, Wasserreinigung oder das Speichern von Kohlenstoff.
Drei der zehn internationalen Projektpartner kommen aus Tirol: Das Land Tirol, die Universität Innsbruck und das Klimabündnis Tirol.

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