Streit um Jagdpacht und Loipenführung

Der Dolomitenlauf ist eine Veranstaltung, die ohne Zustimmung der Grundbesitzer kaum durchgeführt werden kann.
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  • hochgeladen von Hans Ebner

OBERTILLIACH (ebn). „Was gerade in Obertilliach passiert, ist nicht nur eine weitere Agrargemeinheit, sondern glatte Erpressung. Ich bin enttäuscht, dass in Osttirol einige Agrarier zu solchen Wildwest-Methoden greifen, um ihre Interessen durchzusetzen“, ärgert sich der Agrarsprecher der Grünen Georg Willi über die Zustände in Obertilliach.
Dort entbrannte zwischen der Agrargemeinschaft Bergen und der Gemeindeführung ein Streit über die Erträge der Jagdpacht.
Der Verfassungsgerichtshof stufen eben jene Agrargemeinschaft als Gemeindegut ein, was grundsätzlich bedeutet, dass auch die Erträge wie Überling oder eben die Jagdpacht der Gemeinde zustehen. Die Gespräche zwischen Gemeinde- und Agrarführung scheiterten und die Grundeigentümer in Bergen verweigerten dem Langlauf- und Biathlonzentrum, dessen Geschäftsführer der Obertilliacher Bürgermeister ist, daraufhin die Loipe über ihren Grund und Boden zu führen. In Hinblick auf Biathlon-WM und Dolomitenlauf befanden sich die Agrarier in der besseren Verhandlungsposition und zwangen die Gemeinde damit in die Knie.
„Wenn sich die Agrargemeinschaft Bergen schon gegen ein vorliegendes Urteil stellen will, hätte es auch andere Lösungen gegeben. Ich kann mir vorstellen, dass Agrargemeinschaft und Gemeinde vereinbaren, die Jagdpachterlöse von 8.000 Euro zwischenzeitlich auf ein Treuhandkonto zu legen. Die Partei, die den Rechtsstreit gewinnt, bekommt dieses später zugesprochen.“, schlägt der GRÜNE Bezirkssprecher Thomas Haidenberger vor. „Doch einfach die Loipe zu sperren, während sich Gemeinde und Tourismus auf Dolomitenlauf und Jugend-Weltmeisterschaft vorbereiten, ist unerträglich und fahrlässig!“

Konsens suchen
„Ich vertraue darauf, dass sich in absehbarer Zeit alle Beteiligten auf einen wichtigen Grundkonsens besinnen: In einem Rechtsstaat gelten höchstrichterliche Entscheidungen! Denn der Rechtsstaat ist ein hohes Gut, der das friedliche Zusammenleben sichert. Der Wilde Westen muss in Osttirol überwunden werden“, hofft Willi auf die Einsicht der Agrarier.

Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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