Kraftwerk obere Isel
Umweltverträglichkeitsprüfung wurde abgewiesen

Das Wasser der oberen Isel wird weiterhin frei fließen. Die UVP wurde abgewiesen.
  • Das Wasser der oberen Isel wird weiterhin frei fließen. Die UVP wurde abgewiesen.
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2015 wurde das Projekt ruhend gestellt. Nun kam das Aus für das "Kraftwerk obere Isel". Die Gemeinden Virgen und Prägraten forcierten das rund 150-Millionen-Euro-Projekt und sind mit jeweils 50.000 Euro an der Kraftwerksgesellschaft beteiligt.

VIRGEN/PRÄGRATEN. Das Kraftwerksvorhaben stand von Anfang an unter keinen guten Stern. Zwar sprach sich die Bevölkerung in einer Befragung im Jahr 2012 dafür aus, die Hürden die in den folgenden Jahren zu überwinden waren stellten sich jetzt als zu hoch heraus.
Bereits die Bewertung nach dem vom Land Tirol erstellten Kriterienkatalog Wasserkraft fiel negativ aus. Auch kollidierten die Kraftwerkspläne mit den Natura-2000-Schutzgebiet.

"Das Projekt ist längst zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht und damit ist der Kriterienkatalog für uns nicht mehr relevant", sagte der dritte Geschäftsführer Wolfgang Widmann im Jahr 2014.
Seither gab man die Hoffnung nicht auf, das Projekt realisieren zu können. Nun ist es allerdings endgültig vorbei. Das Land Tirol hat den Antrag auf Umweltverträglichkeitsprüfung zurückgewiesen. In der jetzigen Form ist es nicht mit den Auflagen und Vorgaben in Einklang zu bringen.

Freude beim WWF

Der WWF sieht sich mit der Entscheidung der Behörde bestätigt. Ein endgültiges Aus für das höchst umstrittene Vorhaben an der Isel wurde von der Umweltorganisation lange eingefordert. Auch gegen die erstinstanzlichen Bewilligungen der Kraftwerkspläne an den Isel-Zubringern Schwarzach und Tauernbach habe man bereits Beschwerde eingelegt.

Das Projekt

Das Wasserkraftwerk Obere Isel war ein Projekt der Gemeinden Virgen und Prägraten gemeinsam mit dem Projektentwickler INFRA. Das Investitionsvolumen belief sich auf 144 Millionen Euro (Preisbasis 2011). Die Leistung sollte 47 Megawatt betragen. Die Gemeinden rechneten damit, in den ersten zehn Betriebsjahren einen Ertrag von etwa 400.000 Euro pro Jahr zu erwirtschaften.

Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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