Walder vs. Köll
Villgrater Arzt setzt rechtliche Schritte

Gernot Walder lässt die Vorwürfe gegen ihn nicht im Raum stehen und beauftragte eine Wiener Anwaltskanzlei.
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  • hochgeladen von Hans Ebner

Die Diskussion um den nicht verlängerten Vertrag des Osttiroler Arztes Dr. Gernot Walder als Hygieniker am BKH Lienz geht weiter.

OSTTIROL. Vergangene Woche äußerte sich der Verbandsobmann Andreas Köll in einem neunseitigen Schreiben zur Causa. Die Aussendung trug den Titel "Erste und letzte öffentliche Stellungnahme des Gemeindeverbandsobmannes". Darin geht er ausführlich auf die rechtliche Situation rund um die Postenbesetzung und auf das Zerwürfnis zwischen ihm, dem Krankenhaus und Walder ein.

Rechtliche Konsequenzen

Besonders harte Töne schlägt er in Richtung all jener an, die diese Postenbesetzung öffentlich kritisieren. "Jeder weitere Versuch, von wem auch immer, diese einstimmig beschlossene Neuausschreibung nach wie vor zu torpedieren, oder zum vermeintlichen Vorteil eines möglichen Kandidaten gesetzeswidrig beeinflussen zu wollen, wird entsprechende rechtliche Konsequenzen (auch von dritter Seite), nach sich ziehen.... Auch in diesem Vergabeverfahren müssen sich einige hochmotivierte Intervenienten der letzten Tage - welche sogar öffentlich wahrnehmbar versucht haben, Druck auf verantwortlich entscheidende Organe auszuüben - gut überlegen, ob sie damit nicht zeitnahe mit der WKStA, entweder als Zeugen, oder möglicherweise sogar als Beschuldigte in Kontakt treten wollen", schreibt Köll.
Mit Walder geht er ebenfalls hart ins Gericht. Köll schreibt von Eklats, Eskalationen, Kompetenzüberschreitungen vonseiten Walders und von seinen "höchstpersönlichen" Erfahrungen mit dem Arzt.

"Rechtlich keck"

Die Liste Fritz, die den Stein in dieser Causa ins Rollen brachte, zeigt sich von der Drohgebärde nicht beeindruckt. "Es ist nicht das erste und sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir uns als Liste Fritz öffentlich in der Causa Köll gegen Walder zu Wort melden", so der Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint.
Es ist rechtlich keck und politisch durchschaubar, wenn Andreas Köll als Obmann des Gemeindeverbandes des BKH Lienz unseren Einsatz und den anderer Interessierter für einen engagierten Arzt wie Dr. Walder zu einer ´gesetzwidrigen Einflussnahme` auf ein laufendes Ausschreibungsverfahren umdeutet und als ´widerrechtlichen Störversuch` verunglimpft.

Walder wehrt sich

Die Vorwürfe des Verbandsobmannes lässt Walder nicht einfach im Raum stehen. "Die angeblichen Berichte ungenannter Dritter vermitteln ein unrichtiges und unvollständiges Bild der Sachlage, das offensichtlich kein anderes Ziel verfolgt, als unseren Mandanten in Ehre, Erwerbstätigkeit, Fortkommen und wirtschaftlichen Ruf nachhaltig zu schädigen", heißt es in einem Schreiben seiner Anwaltskanzlei. "Wir sind beauftragt, Ansprüche auf Unterlassung und Schadenersatz/Widerruf und Gegenveröffentlichung geltend zu machen und gegen jede weitere Rechtsverletzung gerichtlich vorzugehen", so Anwältin Stefanie Lugger.

Unterschriftenaktion

Von engagierten Bürgern wurde auch eine Online-Petition gestartet. Unter dem Namen "Osttirol braucht Dr. Gernot Walder" haben bislang rund 7.500 Menschen ihre Stimme abgegeben. "Diese Unterstützungsunterschriften sollte dem Obmann des Gemeindeverbandes Köll und den anderen verantwortlichen Bürgermeistern in Osttirol sowie dem zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg ein klares Signal und ein eindeutiger Auftrag sein, dass die Bürger Dr. Walder fachlich schätzen, menschlich mögen und ihn als Experte im BKH Lienz behalten wollen", so Sint.

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