Falter-Konkret
Fleischsteuer und Co in der Debatte!!

Sprache und ihre Funktionen auf dem Prüfstand!!

"Du geile Sau" titelt der FALTER in der Ausgabe vom 21. 8. 2019. Dient dieser Titel der Erhöhung der Auflagenzahl, oder sollen die Politiker aufs Korn genommen werden, die sich mit der eigenen Schnitzel-Verzehrung den Tag gestalten. Wie auch immer, ich war beim Lesen erschrocken, ich finde auch diese derbe Formulierung mehr als fragwürdig, sind doch die Mechanismen der Sprache selbst fragwürdig geworden, hat sich inzwischen der restringierte Sprachcode dem elaboriertem Sprachcode durchgesetzt, ist die Umgangssprache insgesamt grottenschlecht geworden.  Jugendliche empfinden diesen Titel als Anregung, möchten dem nacheifern, wollen auch so cool rüberkommen.

Das Schnitzel ist das Schnitzel, und über diese umständlichen Schnitzeldebatten hinaus wird festgestellt, dass jeder sein Schnitzel bekommen sollte, ein Heiligtum, ein Relikt aus alten Zeiten . . . jetzt zu fragen, ob das Schnitzel noch eine Überlebens-Chance haben darf oder nicht, ist doch Nebensache, bringt keinen wirklich auf die Palme . . . und weiters gesagt, das Schnitzel-Geschwafel in den politischen Parteien und Gremien in Deutschland ist einfach lächerlich, hilft nicht, der Umwelt einen Gefallen zu tun. Das Gerangel, zu sagen, die Schnitzel-Debatte lenke von den Unzulänglichkeiten der Parteien ab, ist reine Spekulation . . . das Schnitzel selbst wird sich nicht grämen, es bleibt, was es schon immer war = ein Produkt zum Sattwerden, zum Fressen, zum lächerlichen Fleischlappen, der lediglich eine triviale Gewohnheit darstellt . . .

"Jedes Kind soll in den Genuss eines Schnitzels kommen", das ist dann doch des Guten zu viel, zu dick aufgetragen, das sagt an einer Stelle der Bundesobmann Krauss . . . es ist leider wahr . . . es ist auch tieftraurig, daraus jetzt eine politische Debatte zu machen . . . mir ging es schlichtweg um den Titel "DU GEILE SAU", und dieser Titel ist anrüchig, unangemessen, im Rahmen des Sprachverfalls kaum zu überbieten . . . 

Sprachliche Bilder haben Konjunktur, keine Frage, sie sollen die Kommunikation und die Interaktion beflügeln, sie sollen Einsichten herbei führen, sie sollen u. a. die Konzepte bereichern, sie sollen auch Allegorien und Analogien herbeiführen. Die Einsatzmöglichkeiten sind gigantisch den Begriff "DU GEILE SAU" auf den Weg zu bringen, wobei noch zu fragen wäre, ist das auch für weibliche oder auch und vor allem für männliche Zielgruppen geeignet??? Die Metaphorik lässt an dieser Stelle grüßen!!! Ich jedenfalls bin entsetzt, dies auf der Titelseite abzudrucken, und nun habe ich es entsprechend reflektiert, damit kann ich mich wieder den wichtigen Dingen des Tages zuwenden!!!

Der Sprache gilt auch weiterhin meine Aufmerksamkeit im Besonderen!!!

Autor:

Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol

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