Strukturplan Pflege
"Pflegeversorgung in Osttirol ist zufriedenstellend"

Das Pflegeangebot im Bezirk Lienz wird systematisch und nachhaltig ausgebaut:  Bgm von Dölsach Josef Mair, Bezirkshauptfrau Olga Reisner, LR Bernhard Tilg, Vorständin der Abteilung Soziales des Landes Tirol Kathrin Eberle, Bgm von Obertilliach Matthias Scherer sowie Bgm von Matrei in Osttirol Andreas Köll (v.l.)
  • Das Pflegeangebot im Bezirk Lienz wird systematisch und nachhaltig ausgebaut: Bgm von Dölsach Josef Mair, Bezirkshauptfrau Olga Reisner, LR Bernhard Tilg, Vorständin der Abteilung Soziales des Landes Tirol Kathrin Eberle, Bgm von Obertilliach Matthias Scherer sowie Bgm von Matrei in Osttirol Andreas Köll (v.l.)
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Der zehnjährige Strukturplan Pflege des Landes Tirol läuft seit 2012. Nun liegen die Endergebnisse der Evaluierung vor, die den Ausbau der bedarfsgerechten Versorgung betreuungsbedürftiger Personen und die Weiterentwicklung der mobilen sowie stationären Pflege in Tirol verdeutlichen.

OSTTIROL. „Für die pflegebedürftigen Menschen im Bezirk Lienz ist in den letzten Jahren viel umgesetzt worden. Für die Langzeitpflege im Heim stehen insgesamt 450 Plätze zur Verfügung. Damit wurde das Plansoll für 2022 erreicht. Zusätzlich entstehen in den nächsten drei Jahren zehn neue Plätze in der Kurzzeit- sowie elf in der Tagespflege, um die pflegenden Angehörigen zu unterstützen. Im Rahmen des Strukturplanes Pflege werden gleichzeitig die mobilen Dienste um 39.264 auf insgesamt 158.464 Leistungsstunden jährlich gesteigert. Im Jahr 2022 stehen zugleich insgesamt 52 Plätze für das Betreute Wohnen im Bezirk Lienz zur Verfügung. Mit dieser Evaluierung ist in Abstimmung mit den Planungsverbänden im Bezirk eine zielgerichtete Bedarfsanpassung für eine optimale Betreuung zu Hause und im Heim gelungen", fasst  Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg das Ergebnis für Osttirol zusammen-

Übergangs- und Schwerpunktpflege für den Bezirk Lienz

Um Osttirol für die kommenden medizinischen und pflegerischen Herausforderungen zukunftsfit zu machen, werden auch die Plätze für die Übergangs- und Schwerpunktepflege ausgebaut. Bis 2022 stehen 14 Plätze im Bereich der Übergangspflege und zehn Plätze im Bereich der Schwerpunktpflege für den Bezirk Lienz als Ausbaukontingente zur Verfügung. „Damit wird die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen, die eine aufwändige Fachpflege und medizinische Betreuung dauerhaft benötigen, sichergestellt“, so LR Tilg.

Systematischer und nachhaltiger Ausbau der Pflege

Dass der Pflegeplan des Landes so konsequent umgesetzt wird, darüber freuen sich auch die Obleute der Planungsverbände (PV). Bgm Andreas Köll, PV Matrei i. O. - Virgental - Iseltal - Defereggental - Kals a. Gr., Bgm Matthias Scherer, PV Sillian und Umgebung - Villgraten - Tilliach, und Bgm Josef Mair, PV Lienz und Umgebung, halten fest: „Der systematische und nachhaltige Ausbau des Leistungsangebots für unsere pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowohl zu Hause als auch im Heim vermittelt der Bevölkerung im Bezirk Lienz ein Gefühl von Sicherheit und Wertschätzung.“

Gesundheit und Pflege werden vernetzt

Für LR Tilg ist die Zukunftsorientierung des Pflegeplanes von größter Bedeutung. „Das Land Tirol setzt auf die Vernetzung von Gesundheit und Pflege, um eine flächendeckende und umfassende Versorgung der Tiroler Bevölkerung weiterhin sicherzustellen. In enger Kooperation mit den Krankenhäusern und den Ärztinnen sowie Ärzten werden neue Wege zur Versorgungskette in der Pflege beschritten. Das betrifft den Schlaganfall genauso wie die Herzschwäche und chronische Erkrankungen wie Diabetes. Das Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) spielt im Bereich der integrierten Versorgung bei der Umsetzung dieser schon angelaufenen innovativen Projekte wie HerzMobil Tirol oder DiabCare Tirol eine zentrale Rolle“, betont LR Tilg. Der Leitsatz „mobil vor stationär“ der Pflegepolitik des Landes werde durch die Evaluierung des Strukturplanes Pflege auf allen Ebenen bestätigt.

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