Wirbel um Ausschussvorsitz

Für Blanik bedeutet der Wechsel eine Verbesserung im Bürgerservice.
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LIENZ (ebn). Seit einem Jahr ist Bürgermeisterin Dip.Ing. Elisabeth Blanik Obfrau des Wohnungsausschusses in der Stadt Lienz. Über mehrere Jahre hat sie diesen Vorsitz für sich und ihre Fraktion eingefordert. In der letzten Gemeinderatssitzung hatte sie die Funktion zurückgelegt und an ihren Fraktionskollegen Willi Lackner übergeben.

Der Lienzer ÖVP-Gemeinderat Kurt Steiner übt als Mitglied des Wohnungsausschusses massive Kritik an der Entscheidung Blaniks und spricht von Arbeitsverweigerung. „Bei jeder Gelegenheit hat Elisabeth Blanik in den letzten Jahren den Vorsitz dieses Ausschusses für sich gefordert. Offensichtlich wurde ihr die Arbeit für die Lienzer Wohnungssuchenden schon nach so kurzer Zeit zu viel“, macht Steiner seinem Ärger Luft.

Für den ÖVP-Gemeinderat ist nicht nachvollziehbar, wenn Blanik einerseits erklärt, dass sie den Arbeitsaufwand unterschätzt hat und deshalb die Wohnungsausschussfunktion abgeben müsse, auf der anderen Seite aber auf Bezirksebene jede nur denkbare Funktion für sich reklamierte und auch angenommen hat.

„Der Arbeitsaufwand in den Bezirksverbänden ist mit Sicherheit deutlich größer, als im Wohnungsausschuss der Stadt Lienz“ ist sich Steiner sicher.

Blanik kontert Vorwürfe
„Der Vorwurf Steiners ist hinterhältig“, kontert Bürgermeisterin Elisabeth Blanik die Unterstellung einer „Arbeitsverweigerung“, wenn sie den Vorsitz des Wohnungsausschusses abgibt. Im Gemeinderat war der Wechsel von Blanik zu Willi Lackner einstimmig zur Kenntnis genommen geworden. „Jetzt im nachhinein Kritik zu üben, ist nicht die feine englische Art“, so Blanik.

Für sie stehe fest: Der Ausschussvorsitz in Hand einer anderen Person bedeutet eine Verbesserung des Bürgerservice, denn so können zusätzliche Sprechstunden abgehalten werden, die ausschließlich dem Thema Wohnen vorbehalten sind. „Außerdem können Anliegen rascher abgewickelt werden, wenn ich als Bürgermeisterin eine zusätzliche Person mit der Wohnungsvergabe betraue. Jede Wohnungsangelegenheit geht natürlich trotzdem über meinen Schreibtisch“, erklärt die Bürgermeisterin.

Für Blanik bedeutet der Wechsel eine Verbesserung im Bürgerservice.
ÖVP-Gemeinderat Kurt Steiner  (links) übt massive Kritik am Wechsel im Wohnungsausschuss.
Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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