ZUR INFANTILISIERUNG DER ARMUT IN ÖSTERREICH - EINE SCHANDE!!

Ungleichheiten in Gesellschaften hat es immer gegeben. Dass aber selbst in einem reichen Land wie Österreich die Kinderarmut schon auf der Überholspur ist, ist der Masse in diesem Land scheinbar egal, setzt keine begründete Hoffnung darauf, dass sich das in seinem Erscheinungsbild in den nächsten Jahren ändern wird. Wenn mehr als 300.000 Kinder hier in Armut leben müssen, sie keine Chance erhalten, aus ihrem Dilemma heraus zu kommen, dann frage ich mich schon, was läuft hier aus dem Ruder, oder ist die Ignoranz als Tugend in dieser Republik unterwegs. Ignoranz hat Konjunktur, wird in bestimmten Schichten vermittelt, fließt in den Erziehungs-Prozess mit ein, wird unbewusst und tradiert übernommen, d. h. dass dann auch später ähnliche Verhaltensmuster zu erkennen sind . . .

Kinder und Jugendliche sind eine Hochrisikogruppe, sie fallen später besonders auf, weil sie aus ihren angestammten Kreisläufen sich nicht allein befreien können . . . die Armutsbelastung hinterlässt gravierende Spuren auf die Psyche, gräbt sich tief in die Matrix ein . . . trotz wissenschaftlicher Aufarbeitung, trotz der erhöhten Registrierung der Bedingungsfaktoren, es geht nicht weiter, es finden die angewandten Programme in der Umsetzung keinen positiven Effekt auf diese Zielgruppen . . . Stigmatisierungen sind die Folge, Ausgrenzungen haben sich manifestiert . . . sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren bedingen einander, der Teufelskreis weitet sich aus, in Ballungsgebieten ist das ein Dilemma . . . für mich persönlich ein große Schande!!!

Die Armutsgefährdung bei Kindern und Jugendlichen ist nicht zu stoppen, die Erziehungsberechtigten sind häufig Problem-Eltern, häufig Alleinerziehende und mit der Situation der tatsächlichen Umstände völlig überfordert . . . wer sich beispielsweise nicht satt essen kann, kann dem Gehirn keine Nahrung anbieten, kann nicht schlafen, zeigt eine deutliche Neigung zur Unruhe, zur Unzufriedenheit, zum Desinteresse, zur mangelnden Bereitschaft, sich mehr als üblich anzustrengen, sich am Leben mit Freude einzubringen . . . der Faktor Glück ist nicht zu messen, er existiert nicht, er wäre aufgesetzt, er erstickt an den Tatsachen eines grausamen Bedingungsgefüge . . .

Das Prekariat unterliegt einer ganzen Reihe von Begleiterscheinungen: sozialer Abstieg, chronischer Mangel, Deprivation, kognitive Dissonanz, Mobbing, Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen usw. . . . der ständige Verzicht auf eine Teilnahme am öffentlichen Leben lässt Isolierungen entstehen, verhindert den explorativen Charakter und die Neugier der Kinder . . . ein Circulus vitiosus ist die Folge . . . ein Kreislauf, aus dem es keine echte Rettung gibt!!! Österreich ist in diesem Punkt kein Vorbild, schafft keine Voraussetzungen, dass die Kinder aus dieser Situation herauskommen. Der Gedanke einer angedachten Solidarität ist für mich der Hohn und der Spott, weil es hier schon lange keine Zusammenhänge mehr gibt . . . diese Gesellschaft grenzt aus, nimmt bewusst Tatsachen in Kauf, lässt die betroffenen Kindern und Jugendlichen ins Abseits drängen und schaut auch noch zu, ob sich das Phänomen der Armut und ihrer Bedingungen von allein auflöst . . . dieser Gedanke ist pervers und abscheulich, denn nichts löst sich von allein in Wohlgefallen auf, die Mechanismen sind inhaltlich bekannt, könnten in einem reichen Land wie Österreich über kurz oder lang aufgelöst werden . . . es mangelt an ehrlicher Erkenntnis, an Aufrichtigkeit, an Neugierde das Thema auf die Agenda zu bringen . . . ich bin empört!!!

Wann endlich werden wir uns dieser Situation stellen, und Maßnahmen ergreifen, die Kinder und Jugendliche aus dem Fiasko herauszuholen??? Die Debatten und Diskussionen haben noch gar nicht stattgefunden, weil das die PEINLICHKEITEN sind, das UNVERMÖGEN zu erkennen, das TOTZUSCHWEIGEN, was man an die große Glocke hängen müsste: Kinder und Jugendliche haben eine andere Welt verdient, eine andere Gesellschaft, ein anderes Umfeld, andere Bedingungen, andere Beziehungen, andere Ressourcen, anderes Lern-Klima und so weiter und so fort . . .

Die Dynamik der Armut ist gewollt . . . auch hier in Österreich . . . in Europa und in der ganzen Welt . . . wann wird es mehr GERECHTIGKEIT geben, wann werden die UNGLEICHHEITEN beseitigt, wann wird die AUSGRENZUNG per se eliminiert???

ES GIBT VIEL ZU TUN - PACKEN WIR ES AN!!!

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