Dolomitenlauf
Ein Wochenende im Zeichen des Langlaufsports

Ein besonderes Flair: der Sprint am Lienzer Hauptplatz.
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  • Ein besonderes Flair: der Sprint am Lienzer Hauptplatz.
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Teilnehmer aus über 30 Nationen und zahlreiche Top-Langläufer nahmen die unterschiedlichen Disziplinen beim heurigen Dolomitenlauf in Angriff.

OSTTIROL. Den Auftakt des Dolomitenlaufwochenendes bildete am Freitag der Dolomitensprint, der heuer wieder in Lienz über die Bühne ging. 53 Herren, darunter zwölf Weltcup-Starter sowie der russische Olympiasieger Eugeny Dementiev und der Schweizer Weltcupsieger Toni Livers, sowie zehn Damen liefen dabei um die begehrte Siegertrophäe. Dabei matchten sich vor einer begeisterten Zuschauerkulisse je fünf Läufer in elf Vorläufen. Nach drei Halbfinal-Läufen konnten sich die beiden Österreicher Bernhard Tritscher und Michael Föttinger sowie der Slowene Miha Jan und der Deutsche Max Olex als "Lucky Loser" für das Finale qualifizieren.
Im Finale sah es bis zur letzten Runde nach einem rot-weiß-roten Doppelsieg aus: Michael Föttinger führte knapp vor Tritscher, der sich bei der letzten Zielpassage an Max Olex vorbeischieben konnte. Doch bei der knackigen Abfahrt stürzte Föttinger und so war der Weg frei für den ersten Sieg des Salzburgers Bernhard Tritscher. Hinter Olex belegte Miha Jan den dritten Platz.
Bei den Damen schafften es nach drei Vorläufen die beiden Österreicherinnen Lisa Achleitner und Anna-Maria Wörndle ins Finale. Doch dort dominierte die Italienerin Alice Candlini, die einen sicheren Vorsprung ins Ziel brachte. Achleitner fing in der letzten Kurve Wörndle noch ab und sicherte sich vor ihrer Landsfrau den zweiten Platz.

Dolomitenlauf

Über 700 Teilnehmer nahmen am Samstag den Dolomitenlauf in den Distanzen über 42 und 20 Kilometer in der freien Technik in Obertilliach in Angriff. Beim Langdistanzrennen über die 42 Kilometer Distanz setzten sich gleich nach dem Start die Favoriten in Szene. Bei der ersten Zieldurchfahrt zur Hälfte des Rennens lag ein Quartett mit den Russen Raul Shakirzyanov und Eugeny Dementiev sowie dem Schweizer Weltcupsieger Toni Livers und dem Franzosen Benoit Chauvet in Führung. In der Schlussrunde schaffte dann noch Österreichs Aushängeschild Bernhard Tritscher den Anschluss und so kam es zum packenden Zielsprint, wo sich Raul Shakirzyanov etwas überraschend gegen Tritscher und Dementiev durchsetzte. Chauvet landete vor Livers an der vierten Stelle.
Bei den Damen sicherte sich die Steirerin Anna Seebacher nach Rang drei im Vorjahr ihren ersten Sieg beim Dolomitenlauf. Die Radstädterin siegte rund zehn Minuten vor Iris Pessey (FRA). Den dritten Platz belegte die Österreicherin Claudia Egginger.

Kurzdistanz

In der Kurzdistanz sorgte bei den Damen die 23-jährige Lisa Achleitner für einen rot-weiß-roten Triumph und siegte klar vor der Italienerin Julia Kuen. Dritte wurde die US-Amerikanerin Meg Lane. Bei den Herren setzte sich der Südtiroler Patrick Klettenhammer souverän gegen den Deutschen Felian Schubert und den Österreicher Michael Föttinger durch.

Klassik Race

Der Klassische Dolomitenlauf  über 42 und 30 Kilometer führte heuer von Heinfels entlang des Drauradweges stets leicht bergab über Strassen, Abfaltersbach, Mittewald und Anras zum Hauptplatz von Lienz. Rund 1.000 Athleten aus über 30 Ländern starteten bei diesem Rennen.
Gleich von Beginn an des 42 km-Rennens drückten die Spitzenläufer gehörig aufs Tempo. Es bildete sich rasch eine rund 15 Mann starke Spitzengruppe, die mit hohem Tempo durch das Pustertal raste. Vor allem die italienischen und russischen Läufer dominierten. Mit dabei war auch der Olympiasieger von 2006 Eugeny Dementiev. Bei der Rennhälfte änderte sich die Situation wieder, als sich eine elfköpfige Spitzengruppe bildete. Je näher Lienz kam, desto mehr lichtete sich das Spitzenfeld. So traten etwas mehr als zehn Athleten zum Zielsprint am Lienzer Hauptplatz an. Wenige Meter vor dem Ziel verhedderten sich die beiden in Führung liegenden, sie kamen zu Sturz und so war der Weg frei für den Norweger Vinjar Skogsholm. Nach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,5 km/h konnte der 25-jährige Norweger im Ziel seinen Triumph bejubeln. Auf den zweiten Platz sprintete der Finne Veli-Matti Rasanen vor dem Russen Stanislav Rezacstanislav. Der Schweizer Weltcupsieger Toni Livers wurde Sechster.
Bei den Damen siegte die erst 21-jährige Deutsche Melina Schöttes. Sie gewann rund drei Minuten vor der Finnin Terhi Pollari, Dritte wurde mit Hanna Nöhmeier ebenfalls eine Langläuferin aus Deutschland. Die Österreicherin Anna-Maria Woerndle verpasste als Vierte das Podium um fünf Minuten.

Doppelsieg für Deutschland

Die deutschen Langläufer feierten über die Kurzdistanz einen Doppelsieg. Maxim Cervinka gewann vor Tim Seifert und dem Südtiroler Matthias Schwingshackl. Als bester Österreich landete der Lesachtaler Nils Kurz an der vierten Stelle. Bei den Damen siegte die slowenische Weltcup-Läuferin Sara Jazbec rund 55 Sekunden vor Petra Tanner aus Reith bei Seefeld. Den dritten Platz mit einem Rückstand von dreieinhalb Minuten holte sich die Italienerin Caterina Piller.

Alle Ergebnisse finden Sie unter www.dolomitensport.at

Autor:

Claudia Scheiber aus Osttirol

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