Motorsport
Für Martin Ortner geht es mit Vollgas zur Enduro-GP

Nach einer Top-Saison konnte sich der 27-Jährige im Vorjahr zum Sieger der E3 Klasse des Österreichischen Enduro Cup küren.
3Bilder
  • Nach einer Top-Saison konnte sich der 27-Jährige im Vorjahr zum Sieger der E3 Klasse des Österreichischen Enduro Cup küren.
  • Foto: Claudia Waldner
  • hochgeladen von Claudia Scheiber

Ein großer Traum geht heuer für den Matreier Enduro-Rennfahrer in Erfüllung.

MATREI (cs). Zusammen mit einem Nordtiroler Fahrerkollegen wird der 27-jährige Martin Ortner bei der Enduro-GP, der Enduro Weltmeisterschaft an den Start gehen. "Eigentlich wollte ich das Rennfahren aufgeben. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich das einmal machen kann", freut sich Ortner.

Zahlreiche Erfolge

Der Matreier ist in der Szene längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Erste Rennluft schnupperte er im Jahr 2009 im Mölltal, seitdem ist er bei Endurorennen in ganz Österreich immer wieder vertreten - und das äußerst erfolgreich. Zahlreiche Siege kann sich Martin Ortner schon an die Fahnen heften. Den Österreichischen Enduro-Cup entschied er im Vorjahr zum dritten Mal für sich. Auch beim spektakulären ErzbergRodeo konnte er bereits viel Erfahrung sammeln und sich mit der Weltelite des Hard Enduro messen. 2018 schaffte er es im Hauptbewerb unter 500 Teilnehmern auf den großartigen 47. Platz. Den dritten Sieg in Folge konnte er letztes Jahr auch beim Hillclimbing Rennen in Irschen sichern. "Langsam wird der Platz für die Pokale ein bisschen eng", schmunzelt der 27-Jährige.

Erstes Moped mit 15

Die Faszination für den Enduro- bzw. Motocross Sport begleitet Martin Ortner schon seit seiner Jugend. "Im Steinbruch in Matrei sind oft Ältere mit ihren Cross-Mopeds gefahren. Da waren wir immer dabei und haben zugesehen. Mit 15 Jahren hatte ich dann das Geld für mein erstes eigenes Moped zusammen", erinnert er sich.

WM mit neuer Marke

Circa fünf Jahre fuhr Martin Ortner zuletzt KTM Maschinen und war für das Team von KTM Walzer am Start. Die Weltmeisterschaft bestreitet er nun mit einer neuen Marke. Die Verhandlungen dazu waren bis Redaktionsschluss noch im Gange.

Finanzieller Aufwand

Das Rennfahren bedeutet für den jungen Matreier neben dem Spaß an der Sache aber auch einen großen finanziellen Aufwand. Es gibt bei den Rennen nämlich keine Preisgelder, wie viele vielleicht vermuten. "Ein Teil des Motorrades wird gesponsert, den Rest muss ich selber berappen. Dazu kommt das ganze Drumherum, die Fahrten zu den Rennen, Trainings usw. Ich habe ein paar regionale Sponsoren, für deren Unterstützung ich wirklich dankbar bin", so Ortner.

Intensive Vorbereitung

Auf die Weltmeisterschaftsrennen hat sich der Matreier den ganzen Winter über intensiv vorbereitet. Trainings in Italien standen ebenso auf dem Programm, wie Einheiten im Fitnessstudio oder beim Sport in der Natur. Auch seine Arbeit - er ist im Spezialtiefbau tätig - sieht Martin Ortner als körperliches Training. "Viel Freizeit bleibt da nicht mehr übrig. Glücklicherweise habe ich eine verständnisvolle Freundin, die mich bei meinem Hobby sehr unterstützt", erzählt der 27-Jährige.

Top 10 als Ziel

Der Auftakt zur Enduro-GP findet bereits am kommenden Wochenende in Deutschland statt. In den folgenden Wochen und Monaten geht es für Martin Ortner dann nach Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Tschechien.
Auch wenn er sich für die Weltmeisterschaft große Ziele gesteckt hat - "Ich will unter die Top 10" - das Rennfahren soll für den Matreier weiterhin nur ein Hobby bleiben.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen