„Keiner hat mit uns gerechnet“

Mit Helm, Schläger und Puck zur Silbermedaille bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck.
  • Mit Helm, Schläger und Puck zur Silbermedaille bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck.
  • hochgeladen von Hans Ebner

Luisa Steiner muss in letzter Zeit ungewöhnlich viele Hände schütteln. Die 17-jährige Prägratnerin kehrte am Wochenende voller Stolz von den ersten olympischen Jugendwinterspielen in Innsbruck zurück. Im Gepäck: jede Menge Eindrücke und Erfahrungen sowie eine Silbermedaille. Wir besuchten das junge Eishockeytalent daheim in Prägraten.

Bezirksblätter: Die Spiele sind vorüber. Hat man nach so kurzer Zeit die ganzen Eindrücke schon verarbeitet?
Luisa Steiner:
Jetzt wo der Trubel vorbei ist, wird es langsam, es war einfach sehr viel auf einmal und während der Wettkämpfe hat man eigentlich nur das Turnier und den nächsten Gegner im Kopf.

Mit ein wenig Abstand. Was hat am meisten Eindruck hinterlassen?
Mehrere Sachen. Zum einen das Spiel gegen Deutschland, bei dem die Halle richtig voll war. Dementspechend war auch die Stimmung. Es war schon toll, vor so einer Kulisse zu spielen. Zum anderen natürlich das Finale gegen Schweden und die Siegerehrung.

Wie kommst du als Mädchen überhaupt zum Eishockeysport?
Mein Bruder hat mich da hineingezogen. Da war ich elf Jahre und seitdem hat mich der Sport nicht mehr losgelassen. Seit 2009 arbeite ich bei Swarovski und spiele seitdem bei den Red Angels in Innsbruck.

Wie kommt man in den Kader für die Olympischen Spiele?
2010 ist man auf mich aufmerksam geworden und dann bekam ich bald meine erste Einberufung. In Camps musste ich mich dann gegen meine Konkurrentinnen beweisen und, obwohl es nicht einfach war, konnte ich mich auch durchsetzen.
Für das Team war es ja das letzte gemeinsame Turnier.

Genau. Das waren die letzten U-18 Spiele für uns alle. Das machte das Turnier zusätzlich zu etwas ganz besonderem.

Was heißt das für die sportliche Zukunft?
Ich werde weiter für Innsbruck spielen und auf alle Fälle versuchen, in den A-Kader aufzusteigen.

Und dann eine Profikarriere starten?
Nicht in Österreich. Die höchste Klasse ist bei uns die Bundesliga und da spiele ich bereits. Trotzdem ist Profispielerin ein großes Ziel von mir.

Zurück zu den Spielen. Mit welchen Erwartungen geht man in so ein Turnier?
Innerhalb des Teams haben wir fest an uns geglaubt, aber sonst hat niemand mit uns gerechnet. Das hat uns motiviert und uns noch mehr angespornt.

Konntest du bei all dem Druck das Flair einer solchen Veranstaltung auch genießen?
Wir waren sehr auf unsere Aufgabe konzentriert. Aber ein paar andere Disziplinen haben wir uns schon angeschaut.

Was motiviert dich, den Stress mit Arbeit, Training und den Spielen am Wochenende auf dich zu nehmen?
Ohne meine Familie würde das alles nicht gehen. Sie stehen immer hinter mir, motivieren mich und geben mir Kraft. Diese Unterstützung ist sehr viel wert.

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