18.06.2017, 10:16 Uhr

KÖNNEN WIR NOCH SELBSTBESTIMMT LEBEN??? DIE AUTONOMIE SCHWINDET!!!

Leben als Herausforderung!!!
Frei und vernünftig soll der Mensch sein Dasein fristen, selbst-bestimmt seine Entscheidungen treffen, seine Ziele definieren und seine Maximen wählen. Heutzutage erlebe ich immer mehr Menschen im Alltag als Marionetten, als echte Witzfiguren, als Werkzeuge einer überbordenden Konsum-Gesellschaft. Ohne diese menschliche Autonomie gibt es keine Würde, keine wirkliche Freiheit, keine Moral und auch kein gutes Leben . . .

Ein gelungenes LEBEN ist ohne gelebte AUTONOMIE für mich nicht denkbar. Doch an dieser von mir hier beschriebenen Autonomie muss man selbst arbeiten, sie als Ideal begreifen, den freien Raum in der konkreten Anwendung finden. Unsere Konzepte für das tägliche Leben sind keine Konzepte, sie sind reduziert auf Unterschwelliges, auf Wertloses, auf Nichtssagendes . . . für mich muss der Mensch frei wählen, seine Ziele ständig überarbeiten und auch korrigieren können, sich befreien können von dem überbordenden SCHWACHSINN der gesellschaftlichen Vorgaben: Rollenvorgaben, Erwartungen aller Art und Güte . . . wir als Menschen müssen aufpassen, dass wir nicht eingelullt werden von den schrecklichen Büchern, die in den Buchhandlungen liegen, um gekauft zu werden: mehr als zwei Drittel dieser Bücher haben keinen Wert an sich, sind bedeutungslos und leer, sind kaum geeignet, das Leben zu hinterfragen, es zu unterfüttern, es attraktiver zu gestalten . . . jedes blödsinne Thema wird auf den Markt gebracht, im Schnellverfahren reagiert man auf jeden Trend, Hauptsache die Kasse klingelt. Bestimmte Mechanismen sind wertlos . . . wir werden aufgeheizt durch ständige Prägungen, Vorurteile, Behauptungen, Doktrinen, auch die Religion steht da nicht allein, fast jede Woche eine Heilsbotschaft, ein neues Glaubens-Bekenntnis . . .

Wir sind ambivalente Wesen, sind ständig auf der Suche nach den Wahrheiten unserer Existenz, die sich in unseren Gehirnwindungen eingegraben haben . . . unsere Wünsche und Ziele sind künstlich, wirken lächerlich angesichts der weltweiten Dramen und Entsetzlichkeiten . . . die SELBSTTÄUSCHUNGEN machen uns das Leben zur HÖLLE, wir glauben und glauben, und aus dem Glauben heraus finden wir keine Befreiung, weil uns die Fehler schon längst eingeholt haben, das Spiel der Spiele mit uns Schabernack betreibt . . . Moralität und Funktionalität sind ein Paar, wenn die Vernunft noch dazu kommt, dann könnten wir uns auf den Weg der Erkenntnis machen, den grundsätzlichen Aufgaben und Herausforderungen des Lebens gerecht werden . . . wer sich über zentral WICHTIGES auseinandersetzt, wer es in den Griff kriegt sich selbst in Frage zu stellen, wer die Mitmenschen auch so wahr nimmt, wie sie wirklich sind, dann könnte sich ein gutes Bild einstellen, eine Zufriedenheit entstehen . . . wer aber sich ausschließlich auf seinen Goldfisch konzentriert, wird unter schlechten Bedingungen selbst auch so etwas wie einen Hospitalismus zelebrieren, ständig um sich selbst kreisen, immer wieder die gleichen Wege abschreiten . . .

Die Bedingungen seines Lebens hat keiner in der Hand: jeden Tag gibt es neue Verrücktheiten, Widerwärtigkeiten, Entsetzliches, Abartiges, Unbeschreibliches, Traumatisches . . . Schicksalsschläge sind unsere Begleiter, die Probleme werden nicht weniger, das Gegenteil ist der Fall, es wird noch schlimmer, aber das will keiner wahrhaben, wird geschickt verdrängt und ausgeblendet . . . Autonomie ist ein hehres Ziel, dass man sich aufwendig erarbeiten muss . . . ob mit Mill oder Kant kann einiges gelingen, wenn man diese Größen auch wirklich verstanden hat . . . Rilke sagte an einem bestimmten Ort: DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN!! Und in dieser Formel steckt die Wahrheit, nur die Änderung schafft den Freiraum für die Autonomie!!!

AUTONOMIE IST EIN APPELL!!! AUTONOMIE IST DER BAUSTEIN FÜR WACHSTUM!!!

In den Arbeitsprozessen kann man Autonomie anwenden, dann kommt auch mehr heraus: Identifikation, Leidenschaft, Begeisterung, Hingabe . . . dann kommt auch das Glück wieder ins Spiel . . . als Zugabe eines erfüllten Lebens . . . es braucht keiner jammern, jeder kann sich einbringen, jeder kann etwas tun . . . auch ich arbeite jeden Tag daran . . . mit meinen Möglichkeiten . . . ein schöner PROZESS!!
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