11.11.2016, 10:45 Uhr

LEONHARD COHEN IST TOT - EINE LEGENDE ALS DICHTER, DENKER, MUSIKER . . .

Die Lebenslinien auch über den Tod hinaus . . . Trauerarbeit ist ein persönlicher Schwerpunkt von mir . . .
Mit einem Mal ist es plötzlich ganz anders . . . als mich diese Todesnachricht erreicht, war ich erst einmal ganz still . . . lud mir direkt und unmittelbar seine Aussagen ins Gedächtnis über die Religion, über seine tiefsinnigen Betrachtungen über Gott und die Welt . . . er wird mir fehlen . . . er ist ein Verlust für mich . . . hat er mich doch unzählige Jahre während meiner Studienzeiten das Leben versüßt . . . auch verklärt . . . aber ich konnte diese Form der Verklärung gut akzeptieren . . . unter dem Strich war er für eine spezielle Zielgruppe immer eine Bereicherung . . . so auch für mich . . .

In meiner Trauer erlebe ich noch einmal alle Stationen seines Lebens, seine Auftritte in der Öffentlichkeit, seine bewussten Rückzüge, seine Einmischungen auch in der Politik, seine Botschaften haben gewirkt . . . ich werde sie auf meine Art weiterführen, weiter bearbeiten . . . er hatte Tiefgang, und konnte sich gut auf die Ereignisse des Lebens einlassen . . . er war so etwas wie ein Begleiter meiner manchmal verträumten Phasen, auch der Melancholie, von denen wir alle bestimmte Anteile haben, ich habe sie immer wieder einmal, so bleibt Leonard Cohen auch weiterhin im Gedächtnis . . . für mich waren seine Beiträge eine Bereicherung, eine Ergänzung . . . ich wusste, dass er vermehrt von Frauen verehrt wurde, so sah ich auch meine weiblichen Anteile genauer an, und ich kann dazu stehen . . .

Auf Zehenspitzen bewegte ich mich nach seiner Musik, leicht beschwingt, irgendwie verträumt, die Umwelt vergessend . . . irgendwo habe ich noch einen Gedichtband vom ihm liegen . . . ich werde ihn suchen . . . noch einmal sein Leben durchspielen . . . und ihn vor allem auf seinem letzten Weg begleiten . . . möge er gut im Himmel ankommen, möge alles gelingen . . . ich habe ihn in mein Herz geschlossen, meine persönliche Trauer um ihn hat einen festen Platz gefunden . . .

Ich zünde eine Kerze an . . . lasse die Gedanken kommen und gehen . . . vielleicht gelingt es mir eine Meditation für ihn zu schreiben . . . er hat es verdient!!!
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Eva Klingler aus Kufstein | 12.11.2016 | 07:50   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 12.11.2016 | 10:45   Melden
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