15.03.2017, 09:04 Uhr

LUTHER WOLLTE VIEL MEHR! DER REFORMATOR, SEIN GLAUBEN, SEINE ANSICHTEN . . .

Ob dieser Martin Luther heute auch seinen Einfluss geltend machen könnte, dass steht in den Sternen, es ist auch nicht in Erfahrung zu bringen, ob er mit unserem Weltbild zurechtkommen würde, nein, irgendwie suchen wir nach den Antworten und Lösungen, kleben aber weiterhin an den alten Dingen fest . . . für mich stellt sich die Frage, was müsste Luther verändern, was müsste er reformieren, und würden das die Kirchen als Empfehlung aufnehmen und begreifen?? Für mich schaut es so aus, dass wir das Unglück weiter kultivieren wollen, wir verweigern uns selbst, aus Angst, aus einer Befremdung, denn die Sorgen bleiben die gleichen, und wie sollten die Veränderungen ausschauen, wie wirken sie sich auf mich und meine Befindlichkeit aus?

Luther war in vielen Bereichen ein Zweck-Opportunist, sein gelebter Hass auf Bauern, auf Juden kann man nicht verleugnen, er hat sich nicht wirklich um die Armen gekümmert, er liebte das Spiel mit der Obrigkeit, er genoss in großen Zügen die unmittelbaren Anerkennungen, die Einladungen, die Empfehlungen . . .

Ich sehe auch eine Verbindung der lutherischen Ansätze zum Kapitalismus, wie ihn immer wieder auch Max Weber beschrieben hat. In beiden Kirchen muss noch viel passieren, noch ganz viel auf den Weg gebracht werden, dieser Prozess hat noch gar nicht angefangen . . . das vorsichtige Abtasten der eigenen Positionen ist mittlerweile zur Langeweile mutiert . . . es riecht weiterhin nach einer Uneinsichtigkeit, nach der üblichen Spaltung, einer diffusen Spannung, statt den aufrechten Gang zu üben . . .

Luther wollte wirklich mehr . . . wir haben noch gar nicht angefangen, ihn in seiner Gänze zu verstehen, es nicht versucht, und der Wille, das aufzuarbeiten, lässt alle Hoffnungen schwinden . . .

In unserer Zeit ist alles zu hinterfragen . . . es überwiegen die Traurigkeiten, die Hilflosigkeiten, das Nicht-verstehen-wollen, es bringt keinen Gewinn, wenn wir uns nur im Kreise drehen, nicht kapieren, dass auch der Einfluss von der Philosophie und der Psychologie auf die Religion zugenommen hat . . . nur so lässt sich eine Hilfestellung für die Menschen ableiten, die auf der Suche sind, die eine sichere Basis brauchen, um über die Runden ihrer Existenz zu kommen!!!

C.G. JUNG konnte als einziger Psycho-Analytiker die Religion mit einbinden, aber seine Kämpfe mit sich selbst, die Auseinandersetzungen mit den Dämonen haben ihn oft an seine Grenzen des Machbaren gebracht . . . ähnlich ging es HERMANN HESSE, der mehr als 3 Jahre eine Schreibhemmung hatte, und erst auf einem großen Umweg über Indien seinen schriftstellerischen Weg fortsetzen konnte . . . diese Erfahrungen muss man gelesen haben, um ansatzweise verstehen zu können, dass die Religion allein nicht das Hilfsmittel per se darstellt . . . da gibt es noch viel zu tun!!!Ich bleibe auch weiterhin kritisch, muss mich auch schützen, denn die Ungereimtheiten in der Kirche sind nicht weniger, sondern vor allem sie haben einen Schwellenwert erreicht, den man nicht mehr tolerieren kann . . .

MARTIN LUTHER WOLLTE MEHR! Und dieses mehr muss man selbst erarbeiten, muss sich akribisch damit beschäftigen und auch ehrlich damit auseinandersetzen, ich bin dabei!!!
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