03.11.2016, 18:36 Uhr

OLEG POPOV - EIN MEISTERCLOWN IST TOT . . .

Meine Trauerarbeit für Oleg Popov . . .
Ich nehme Abschied . . . ich halte inne, versuche die früheren Begegnungen (als ewiger Student mit ihm) noch einmal Revue passieren zu lassen . . . er war ein Meister der Sanftheit, des Weglassens, der einfachen Stilmittel . . . als Studenten waren wir von seiner Sturheit erschrocken, es hat lange gedauert, bis wir seine Strategien als Clown hinterfragen konnten, aber wir haben bei ihm unendlich viel gelernt . . . kleine und behutsame Schritte waren es meistens, die wir dann in Kleingruppen für uns bearbeiten konnten, das Ergebnis blieb zweitrangig, fast unbedeutend . . .

Jetzt ist er von uns gegangen, auch von mir, ich habe meine Trauerarbeit begonnen, suche nach Worten, die für Oleg passen könnten, für seinen Spielcharakter, für sein So-sein . . . ich lasse mir alle Zeit dieser Welt, gehe in mich, und verneige mich in Demut vor diesem wunderbaren CLOWN, der mir über alle Zeiten hinaus auch weiterhin in meinem Gedächtnis bleiben wird . . .

In seiner früheren Heimat Russland ist nun während einer aktuellen Tournee friedlich eingeschlafen . . . auch ein Geschenk . . . der Gott meines Vertrauens hat da sicherlich ein bisschen mitgewirkt, er hatte seine Hände mit im Spiel, davon gehe ich aus . . . möge sein Heimgang ein erfolgreicher sein, ich bin dabei mit meinen bescheidenen Mitteln: Clown-Kerze, Meditationen, Gedichte, ein kurzes Requiem . . .

Oleg Popov, ich werde dich vermissen . . . schon jetzt sehr . . .
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