10.09.2016, 00:00 Uhr

Hopfgarten ist nun ein Stück sicherer

DI Albert Pichler (Osttiroler Gebietsbauleiter-Stv. WLV), DI Gebhard Walter (WLV Sektionsleiter-Stv. Tirol), LH-Stv. Josef Geisler, Pfarrer Walter Stifter, Minister DI Andrä Rupprechter, Bgm. Franz Hopfgartner und LA Hermann Kuenz (v.l.)

In der Deferegger Gemeinde wurde ein 250 m langer Steinschlagschutzdamm seiner Bestimmung übergeben.

HOPFGARTEN. Am Nachmittag des 5. Juli 2016 stürzten in Hopfgarten in Defereggen plötzlich hunderte Kubikmeter an Fels- und Gesteinsmassen vom Kirchlahner in Richtung Ortskern. Ein Wohnhaus, die Volksschule, die Sport- und Freizeitanlage sowie das Kulturhaus samt Feuerwehr mussten evakuiert, die Defereggental-Landesstraße kurzzeitig gesperrt werden.
Das Gebiet wurde sofort von Einsatzkräften der Gemeindeeinsatzleitung, der WLV Osttirol und der Landesgeologie begutachtet und Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet. Bereits zwei Tage später wurde mit dem Bau eines Steinschlagschutzdammes begonnen, der nun nach nur zweimonatiger Bauzeit fertiggestellt wurde.

Wichtiges Zusammenspiel

Die Schutzeinrichtung wurde am Donnerstag, 8. September in Anwesenheit von Bundesminister Andrä Rupprechter, LH-Stv. Josef Geisler, politischen Vertretern des Bezirkes sowie Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Der Hopfgarter Bürgermeister Franz Hopfgartner dankte in diesem Rahmen allen Beteiligten für ihren raschen Einsatz und die Unterstützung.
"Solche Situationen zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen Organisationen im Bezirk und auch im Land ist. Es wurde schnelle Handlungsfähigkeit und aktiver Einsatz für den Schutz der Bevölkerung bewiesen", betonte Rupprechter.

Sperre aufgehoben

Mit der Fertigstellung des Schutzdammes konnte rechtzeitig zum Schulbeginn die Sperre der Volksschule, des Kindergartens und der Sport- und Freizeitanlage aufgehoben werden.
Der 250 Meter lange und 5 Meter hohe Damm wird noch durch ein Steinschlagnetz ergänzt und schützt nun die Bewohner von Hopfgarten und die umliegenden Objekte vor Felsblöcken bis zu einem Gewicht eines Klein-Lkws.
Das Schutzkonzept beinhaltet außerdem auch die Sicherung der Rutschung am Grünalmbach und ein zusätzliches Steinschlagnetz bei den Egger Höfen. In das gesamte Projekt wurden 450.000 Euro investiert, 50 Prozent davon trägt der Bund, 30 Prozent das Land und 20 Prozent die Gemeinde Hopfgarten.
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