19.03.2017, 09:02 Uhr

KINDER STARK MACHEN FÜR DAS LEBEN DURCH DAS FIGUREN-THEATER FANTASIMA!

Die Kinder brauchen eine andere Welt! Keine Welt, die sie zu Tode amüsiert, die sie mit Unterhaltung füttert . . . sie brauchen verstärkt eine Situation, die sich am Beispiel der konstruktiven Beiträge an FANTASIMA orientiert. Die Figuren-Theater-Tage setzen ein deutliches Zeichen, ein klares Signal, dass es auch anders geht, als nur und ausschließlich "Unterhaltung" zu bieten. Kinder werden schon lange unterdrückt, das ist auch nicht neu, ist kaum wahrnehmbar, sie werden ausgerichtet, sie werden konform gemacht, damit die Gesellschaft ein leichtes Spiel mit ihnen hat, sie werden in ihrer freien DENKFÄHIGKEIT eingeschränkt, und das ist wahrlich ein grausames SPIEL . . .

Früher waren die Märchen das tragende Element, dass, was das Leben zu bieten hatte, wurde in den Märchen gezeigt, gestaltet und durchgearbeitet . . . heutzutage werden die Kinder ertränkt in den Belanglosigkeiten einer durchgeknallten Konsum-Gesellschaft via Fernseh- oder Computerwelten, deren Einbahnstraßen kein wirkliches Bemühen darstellt, sich aktiv mit sich und den Dingen zu beschäftigen. Figuren-Theater-Tage haben noch einen Grund-Charakter behalten, ein didaktisch-methodisches Prinzip gerettet, dass den zuschauenden und erlebenden Kindern eine beherzte Teilnahme ermöglicht, sich auf Aktionen der Puppen direkt zu reagieren, sie ggf. zu unterstützen, sie als Helfershelfer für einen kurzen Zeitraum in Anspruch zu nehmen . . .

Figuren haben eine starke Ausstrahlungskraft, sind die Gestalter und Protagonisten für alle erdenklichen Themen, da ist weiterhin ein großer Fundus vorhanden, theoretisch kann man jedes x-beliebige Stück verändern für alle möglichen Zielgruppen, damit es zu einem Dialog führt . . . minuten-schnell kann der Spieler sein angedachtes Figuren-stück verwandeln, einen Exkurs beschreiten, um dann wieder sein angedachtes Stück weiter zu führen . . . er hört das Gemurmel, er hört das Gebrummel, er hört den Satz, der sich entäußert, sich auf das Stück bezieht, und Einfluss nehmen will . . . es sind Eindrücke, es sind Hilfestellungen, es sind ganz einfach Mit-nahme-Effekte . . . jeder Impuls kann eine Bedeutung haben, jede Unruhe auch der Hinweis darauf sein, ich habe in den Spiegel des Geschehens geschaut . . .

Figuren sind symbolträchtige Metaphern, die archaisch wirken, die keine Umwege benötigt, die sofort auf das WESENTLICHE wirken, und auf alle Organgruppen einen Einfluss nehmen . . . Figuren-Theater haben einen WIRKUNGSGRAD auf das Leben: sie ermutigen, sie machen Hoffnung, sie bestärken, sie lehren und regen weiterhin das LERNEN an, ein lebenslanger Prozess, der sich durch diese Angebote immer wieder erneuert . . .

Ob Klein-Puppen, Groß-Puppen, ob Substitutions-Puppen, ob Andeutungs-Puppen, sie alle haben ihren Wert, haben ihre Bedeutung, sind auch wandelbar, können sich ständig auf konkrete Situationen einlassen, unterstützen den Werdegang eines Kindes auf Augenhöhe . . . Puppen werden Vertraute, sind Intermediär-Objekte, schaffen Nähe und auch Distanz, können das Leben in allen Schattierungen abbilden, es gibt in dieser Form der Arbeit quasi keine Grauzonen, weil die Direktheit der ausschlaggebende MOMENT ist . . . die Auseinandersetzung der eigenen Gefühlebenen zu einer Tatkraft führt, die sonst im Alltag nicht so in dieser Ausprägung vorhanden ist . . .

Welche Form des Puppen-Spiels zur Anwendung kommt, hängt vom Stück ab, ist abhängig vom sozialen Kontext einer Region, einer Situation, einer Zielgruppe, einer Begegnung . . . es gibt nur wenige Kontra-Indikationen, etwa bei Suizidalen oder bei psychotischen Grenzfällen, ansonsten ist das Feld der Anwendungsbereiche gigantisch . . . die Zielgruppe der Kinder profitieren am meisten von diesem Angebot, können die Botschaften gut integrieren, und lassen darüber hinaus auch den Effekt entstehen, dass sich die Kinder später an diese Erlebnisse erinnern, sie immer wieder auch nachspielen, was sie berührt hat, was einer Nachbereitung bedarf . . .

Eltern sollten viel mehr mit den Kindern über das GESEHENE und ERLEBTE sprechen, sollten Einzelheiten herausarbeiten, sollten sie auch mit zusätzlichen Ergänzungen unterstützen, d. h. auch eigene Erfahrungen mit einbringen, die den Kindern eine Sicherheit bieten . . .

Die Kunst der Wahrnehmung bei den Figuren-Theater- Tage ist zur Höchstform aufgelaufen . . . ich bin begeistert, ich bin überzeugt, ich bin für dieses Angebot sehr dankbar!!! Ich wünsche den Verantwortlichen weiterhin gutes Gelingen, auch die Ausdauer, an dieser tollen Idee von FANTASIMA fest-zu-halten . . . es ist nicht selbstverständlich . . . ich verneige mich in DEMUT . . . möge der STADT-KULTUR in Lienz nicht die Luft ausgehen!!!

Als Kindertherapeut habe ich einen großen tiefen-psychologischen Nutzen, den ich dankbar annehme, von dem ich viel lernen kann und darf . . . meine große Hochachtung vor dieser Leistung von FANTASIMA!!!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.