21.10.2016, 00:00 Uhr

Museumssaison in Aguntum endet am 26. Oktober

(Foto: Aguntum)
In wenigen Tagen endet die diesjährige Ausstellungssaison im Museum Aguntum. Ein Besuch der einzigen römischen Stadt im heutigen Tirol lohnt sich allemal, da es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Zum Saisonschluss gibt es am 25. und 26. Oktober als „Zuckerl“ für Spätentschlossene den Museumseintritt zum halben Preis.

Was ist heuer in Aguntum geschehen? Dr. Leo Gomig, Obmann des Vereins Curatorium pro Agunto, berichtet: „Wir sind dem Ziel, Aguntum zum archäologischen Landschaftspark zu gestalten, wieder ein Stück näher gekommen. Die im Vorjahr begonnen Arbeiten wurden fortgesetzt, nächstes Jahr soll dann der Zugang zum Freigelände über den Museumsbau fertiggestellt und das Wegesystem mit attraktiven Aussichtsplattformen ergänzt werden. Im Museum selbst bietet die neue Vitrine mit ausgewählten Fundstücken, die den jeweiligen Gebäuden bzw. Stadteilen zugeordnet sind, eine hervorragende Übersicht über die Funde der letzten Jahre. Auch der aktualisierte Film, der einen Einblick in das Stadtleben von Aguntum gewährt, ist absolut sehenswert“.

Die heurige Grabungssaison, die wiederum unter der wissenschaftlichen Leitung von Ass. Prof. Dr. Michael Tschurtschenthaler von der Universität Innsbruck stand, konzentrierte sich auf das große Forumgelände und den angrenzenden sogenannten „Prunkbau“, der vermutlich das Verwaltungszentrum von Aguntum war und dessen nicht vom Damm des Debantbaches überlagerter Bereich in den nächsten Jahren zugänglich gemacht werden soll. Neben zahlreichen Kleinfunden, die noch auszuwerten sind, war die Entdeckung einer Marmortreppe als weiteres Indiz des Wohlstandes der Bevölkerung von Aguntum ein besonderes Highlight.

Lukas-Passion im Museum

Aguntum ist aber nicht nur ein historisches Denkmal ersten Ranges, sondern als kulturelles Zentrum der Region auch Schauplatz vieler Veranstaltungen. Im Frühjahr 2017 wird im Museum wieder ein besonders Theaterereignis in Szene gesetzt: Unter der Regie von Dr. Alfred Meschnigg wird die Lukas-Passion von rund 80 Darstellern der Theaterwerkstatt Dölsach, die auch Veranstalterin ist, an 13 Spieltagen aufgeführt. Der Kartenvorverkauf startet bereits Mitte November. Informationen dazu sind in Kürze über www.passionsspiele-aguntum.at abrufbar.
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