08.09.2014, 09:00 Uhr

Neues Leben für die Burg Heinfels

HEINFELS (ebn). In die Mauern der Burg Heinfels soll neues Leben kommen. Vergangenen Samstag wurde dazu offiziell der Startschuss gegeben. Der Verein "Museumsverein Burg Heinfels" unter Präsident Josef Steinringer, wird dazu ein Nutzungskonzept für die Burg ausarbeiten und auf lange Sicht an der Revitalisierung der Anlage arbeiten.

Die Burg Heinfels ist seit 2007 im Besitz der Unternehmerfamilie Loacker. Bereits damals wurde an etwaigen Nutzungsmöglichkeiten gearbeitet. In dem Konzept war eine wirtschaftliche Nutzung (Hotel) genauso vorgesehen wie ein Museum oder Privaträume. 2012 wurde die Burg jedoch wegen instabiler Mauerteile vom Bundesdenkmalamt gesperrt. 2013 beauftragte Landtagspräsident Herwig van Staa die Gemeinden Sillian und Heinfels mit der Gründung eines öffentlichen Trägervereins für die Durchführung der Burgsanierung.
Die Tätigkeit des Vereins umfasst auch die Förderung kultureller Ziele oder die und Durchführung von Veranstaltungen.

Neues Leben in alten Mauern

Gemeinsames Ziel von Verein und Besitzer ist die Revitalisierung der Anlage. Dazu soll sie privat, touristisch, öffentlich und kulturell genutzt werden. Kurzfristig soll in erster Linie ein tragfähiges Nutzungskonzept auf die Beine gestellt und die Finanzierung der Grundsanierung gesichert werden. Eine Grundsanierung umfasst unter anderem den Wiederaufbau eingestürzter Mauern, die Instandsetzung von Böden, Decken und Fenster, die Restaurierung der Fassaden oder die Fertigstellung der Dächer. Dieses Projekt ist bis 2018 veranschlagt. Eine Grundsanierung ermöglicht allerdings noch keine Nutzung. Diese erfolgt in einem weiteren Schritt.

"Heute ist für die Burg Heinfels ein besonderer Tag. Wir wollen daran gehen, sie zu renovieren und mit neuem Leben zu erfüllen. Sie soll aber nicht nur vor dem Verfall gerettet werden, sondern wir wollen neue, moderne Möglichkeiten der Nutzung schaffen", erklärte Vereinspräsident Steinringer voller Elan.
Die finanzielle Ausstattung des Vereins erfolgt durch Zuwendungen der Firma Loacke, des Landes Tirol, des Landes- und Bundesdenkmalamtes und durch die Beiträge der Vereinsmitglieder.
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