22.06.2017, 00:00 Uhr

Reanimationskurs im Hochgebirge

(Foto: Bergrettung Osttirol)

24 Notärzte und Sanitäter wurden im Glocknergebiet in Sachen Wiederbelebung geschult.

Auf der Stüdlhütte wurde vergangene Woche erstmals ein 3-tägiger Reanimationskurs der europäischen Gesellschaft für Wiederbelebung durchgeführt. Solche Kurse finden normalerweise in Krankenhäusern oder Seminarhotel statt und sind bei vielen Notarztausbildungen Pflicht. Nun wurden aber europaweit erstmalig 24 Notärzte und Sanitäter der Bergrettung und der Flugrettung im alpinen Gelände gemäß den Leitlinien geschult.

Vom neunköpfigen Instruktorenteam unter der Leitung des Wiener Univ. Prof. W. Schreiber fand die Reanimationsschulung sowohl in der Hütte aber auch im freien Gelände statt, was viele vorbeikommende Bergsteiger in Erstaunen versetzte. Die Teilnehmer, unter ihnen auch 2 Instruktoren und 3 Schüler aus Osttirol, zeigten sich von der Hilfsbereitschaft der Gemeinde Kals, besonders aber vom Hüttenteam rund um Georg Oberlohr begeistert.

Ein Vortrag über die schwierigsten Glocknereinsätze vom ehemaligen Ortsstellenleiter Hans Gratz vermittelte den Teilnehmern aus ganz Österreich und Deutschland einen Einblick in die Arbeit der Kalser Bergrettung. Das Instruktorenteam wollte aber auch auf die Notwendigkeit der Bereitstellung von Defibrillatoren in Skigebieten und in stark frequentierten Schutzhütten hinweisen, eine Empfehlung die sowohl von der Stüdlhütte als auch von der Adlersruhe umgesetzt wurde.
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