10.01.2018, 15:27 Uhr

Zahl der Kirchenaustritte in Osttirol ist gestiegen

In Osttirol ist im Gegensatz zum restlichen Land Tirol ein negativer Trend bei den Kirchenaustritten zu verzeichnen. (Foto: fotolia/sanders)
OSTTIROL (red). Mit Ende Dezember 2017 beträgt die Zahl der KatholikInnen in der Diözese Innsbruck nunmehr 381.920. Das bedeutet ein Minus von 0,92 Prozent gegenüber dem Jahr davor. 2017 sind 3.298 Menschen aus der Kirche ausgetreten, das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,40 Prozent. Die Zahl der Wiedereintritte steigt – wie auch im Vorjahr - langsam weiter. 409 Menschen sind wieder in die Kirche eingetreten, das ist ein Plus von 7,07 Prozent.

Dieser positive Trend betrifft allerdings nur Nordtirol. In Osttirol sieht die Situation anders aus. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Katholiken im Bezirk um 1090 geschrumpft - von 44.390 auf 43.300. Auch die Zahl der Austritte steigt gegen den Trend an. Traten 2016 noch 221 Menschen aus der Kirchengemeinschaft aus, waren es vergangenes Jahr 227. Ein Plus von 2,41 Prozent.
"Jeder Austritt aus unserer Kirche tut mir leid – auch wenn es für einige nur eine vorübergehende Distanzierung sein mag. Die Türen für ein Gespräch stehen immer offen. Der Wiedereintritt in die Kirche ist mindestens so leicht möglich wie der Austritt", erklärt Bischof Hermann Glettler.
Seit einem Jahr besteht seitens der Diözese Innsbruck die Möglichkeit eines Gesprächs mit einem „neutralen Ansprechpartners für Ausgetretene“. Er ist damit eine zusätzliche Ansprechperson zu den Pfarrern und SeelsorgerInnen vor Ort.
Wolfgang Meixner, Pfarrprovisor im Seelsorgeraum Jenbach-Wiesing-Münster, zieht eine erste Bilanz: „110 Personen haben 2017 das Angebot angenommen, nochmals über ihren Kirchenaustritt mit mir in Kontakt zu treten. Eine bemerkenswerte Zahl. 110 Kontakte bedeuten vor allem sehr wertvolle Gespräche und E-Mails, die mich zum Nachdenken brachten und uns zum Handeln bewegten.“
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